Aufsatz 
Mitteilungen aus dem griechischen Miscellancodex 2773 der Großherzoglichen Hofbibliothek zu Darmstadt. Beiträge zur Kritik des Plato, Marc Aurel, Pseudo-Proclus, J. Glycys, Themistius, Pseudo-Dioscorides, Hephaestion; ein Brief eines christlichen Autors und eine Tafel mit Zeichnungen von Windrosen u.a / Carl Denig
Entstehung
Einzelbild herunterladen

werden soll. Bin ich mit dieser Arbeit fertig, so werde ich die Recension der Handschrift ernstlich anfangen. An einem anderen Orte der Welt als Paris, wäre diese mit Gründlichkeit nicht zu veranstalten. In meinen addendis zum Gregor. Corinthius habe ich des codicis mss. Darmstad. bereits Erwähnung gethan, und eine bald erscheinende Notiz desselben angekündigt......

Bei dieser Korrespondenz liegt auch die Nummer des Journal de l'empire, wo im Feuilleton die Handschrift zum ersten Mal öffentlich(von Boissonade) erwähnt wird: Lundi, 23. Juillet 1810.

le musée du grand-due de Hesse possède aussi quelques extraits du Glossoire d'Apion:

sont-ils plus importans? sont-ils plus authentiques? C'est ce que pourra nous apprendre le savant bibliothécaire de Darmstadt, M. Dast, dont Terudition est si Ktendue et la critique si süre.

** *

Wenn ich mir aus dem reichhaltigen Stoff der Handschrift einige Stücke zur Bearbeitung gewählt habe, so gebe ich mich über deren ungleichen Wert keinem Zweifel hin, hege jedoch die Hoffnung, denen, welche diesen Schriftstellern ihre Musse zuwenden, einen kleinen Dienst zu erweisen. Eine Untersuchung, in welcher Weise die herangezogenen Texte auf Grund einer Kollation unserer Handschrift sich gestalten liessen, liegt ausserhalb des Rahmens dieser Arbeit.

Zunächst sind es die Bruchstücke des Plato, die ich einer Vergleichung unterzogen habe. Sie sind fast in der ganzen Handschrift zerstreut und meist, besonders die kleineren Stellen, in riesigen grammatischen Excerptenhaufen begraben, so dass das Feststellen, zumal sie meist anonym angeführt sind, nicht ohne Schwierigkeit war. Eine Anzahl Platostellen ist bereits von Fr. Creuzer a. a. 0. p. 461 ff., die Theätetabschnitte von demselben in Maletemata e discipl. antiqu. I Lipsige 1817 . 108 111 verglichen worden. Ich werde dazu hie und da Berichtigungen geben, da manche Angaben bei Creuzer teils ungenau, teils unrichtig sind. Den von Creuzer verglichenen Cratylus, der vollständig im Darmst. enthalten ist und dessen Kollation in Stallbaums Apparat übergegangen ist, habe ich einer Nachvergleichung nicht unterzogen, wiewol ein kurzer Blick auf die letzte Zeile des Stückes mich erkennen liess, dass Creuzer hier nicht richtig gelesen hat, da die Handschrift deutlich folgendes bietet:(440 e) ddd dl(nicht G⁴*) ¶τιοαα sεπιι εϋνοεεν εααάνεα 7. Vielleicht findet sich dazu eine andere Gelegenheit.

Ieh beschränke mich auf den Platotert unter Zugrundelegung der Angaben bei VFolte und Orönert p. 566567, soweit mir die Stellen auffindbar waren, wobei ich auch die Stellen kurz bezeichne, die eine Abweichung nicht zeigen. Von Scholien hat Creuzer Plot. de pulc. p. 530 537 bereits eine Anzahl veröffentlicht. Da die meisten byzantinischen Erklärungen in D, besonders die Rand- und Interlinearglossen, mit den wirklichen Scholien ¹) nichts zu thun haben, sondern meist Auslassungen gelehrter Schreiber bilden, so verzichte ich auf eine vollständige Wiedergabe und bringe von Scholien und Glossen, wie es die Gelegenheit bietet, nur Einzelnes.

Zu Grunde gelegt ist die Ausgabe von C. Fr. Hermann; wo der Autorname nicht dabei steht, ist die Stelle anonym angeführt.

Apologia 21 b 357: A ſeyeras xdel σνυκνυνσαᷣ εμιαυνι mσωρσαι ori aed Gννο⁶αʒ Snucvus-ο*†⁴ e. rAdrνϑενα νo bis Gος G. 25 d 25r: rAdνντ⁴ ησποεε,)εαιιε, bis 1 ⁷4ειιαοεε α EEis. 27 336 v:(am Rande αιτνν) obονν dα⁶ννα bis aeννοσ⁹σ⁷ 36 b 369: rAdrωνννετεμέέεα eεουν εμο 6 α* dάσᷣαον ι αἀτος(Pl.) 8) ν ιυνοs ννμι ̈riνιισονα 5 Joον τπ:⁵ς.

¹) Eine gründliche Untersuchung über die Quellen der Plato-Scholien giebt Leopold Cohn in Fleckeisens Jahrbüchern 1884(13. Suppl.) p. 771 864.