Wenn die Lehre von den Kombinationen(wie man haͤufig mit zu beſchraͤnktem Namen die Gruppen bezeichnet) in eini⸗ gen Beziehungen auch ſchon den aͤlteren Mathematikern be⸗ kannt war, ſo verdankt ſie doch ihre weitere Ausdehnung, Begruͤndung und Wuͤrdigung erſt dem ſcharfſinnigen Hin⸗ denburg und iſt eins der ſchoͤnſten Denkmaͤler der deut⸗ ſchen Erfindungskraft. Schon ſteht die kombinatoriſche Ana⸗ lyſis als ein vollſtändig ausgebildetes Gebaͤude da, und nur eine geringe Nachleſe iſt denen geblieben, welche die Vervoll⸗ kommnung der Wiſſenſchaft wagen wollen. Aber wo nichts mehr zu bauen iſt, da iſt doch noch abzubilden, das den
Mieeiſten unzugaͤngliche Gebaͤude wo nicht zu oͤffnen, doch im
Bilde naͤher zu ruͤcken. In dieſem Sinne iſt im Gebiete der Mathematik noch unendlich viel zu thun uͤbrig, und jeder
neue Verſuch muß um ſo dankenswerther erſcheinen, je mehr unſer zerſtreutes Jahrhundert vor dem Ernſt und Tiefſinn der Mathematik zuruͤckſchaudert. Die Hauptauſgabe bei ſol⸗ chen abbildenden Arbeiten beſteht aber in einer zweckmaͤßigen Anwendung der allgemein verſtaͤndlichen, Woͤrterſprache auf die haͤufig in unverſtaͤndliche Symbole verhuͤllten Wahrheiten
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