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Nepos(S. 41— 45) kann nach den nur an einer Stelle vor⸗ kommenden 2 invertierten Namen nicht als Vertreter eines älteren Sprach⸗ gebrauches angeſehen werden, zumal daneben auch die umgekehrte Reihen⸗ folge der Namen zweimal angewendet wird.
Auch Cäſar(S. 45— 52) nennt die Mitglieder der Ariſtokratie und des Ämteradels meiſt mit zugefügtem Pränomen. Die Verbindung Gent.+ Cogn. iſt nur darum im bell. civ. zahlreicher, weil in dieſem Werke mehr Vertreter aus der Klaſſe der in den Wirrniſſen der Bürger⸗ kriege emporſtrebenden Nobilität im weiteren Sinne begegnen.
Salluſt(S. 54 und 55) hat nirgends das Pränomen weggelaſſen.
Bei Varro(S. 53 und 54) finden ſich beide ohne das Pränomen gebildeten Namensformen neben den immer noch überwiegenden offiziellen Namen mit dem Pränomen. Die Verbindung Gent.+ Cogn. wird trotz des Zuſatzes consulari familia ortus hier für den Nachkommen eines ehemaligen Conſuls gebraucht.
Livius(S. 55— 61), der etwa 1500 Römer, die mit mehr als einem Namen vorkommen, faſt ausnahmslos mit dem Vornamen nennt, kann für jede Perſon, die einmal den Vornamen erhalten hat, unter Umſtänden ſchon an zweiter Stelle Gent.+ Cogn. und Cogn. †. Gent. ver⸗ wenden(S. 59 ff). Ein Unterſchied zwiſchen verſchiedenen Ständen tritt bei Livius nicht hervor. Allerdings handelt es ſich durchgehends um Männer, die bereits der Geſchichte angehören. In den verlorenen Büchern aus der letzten Zeit der Republik würden vermutlich, wie die Beiſpiele Valerius Antias und Macer Licinius beweiſen, auch aus Gentile und Cognomen gebildete Namen ſich finden, die nie das Pränomen erhalten.
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Berichtigung.
S. 9(Tab.) zu Pola Servius lies: ſiehe„S. 10“ ad O. fr....
S. 29 und 30 ſind aus Verſehen die Pränomina zweier in eckigen Klammern ſtehenden Namen fett gedruckt.
S. 38 Zeile 7 von unten lies: Scriba ſtatt Scriba.


