Aufsatz 
Trypiodorea : Fasc. I
Entstehung
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1838 bis zum Juni 1844, wurde im Herbſte 1841 als Pfarrvikar in Diez ange⸗ 8 und im Juni 1844 von da als Konrektor an das hieſige Gymnaſium verſetzt.

Ernſt Clauder, geboren den 5eemn April 18⁰05 auf dem Jagdſchloſſe Froͤhliche⸗-Wiederkunft im Herzogthum Sachſen⸗Altenburg, wurde daſelbſt von Hauslehrern unterrichtet. Im Jahr 1819 beſuchte er das Gymnaſium zu Gotha, wo er Gelegenheit fand, auch mit dem Studium der neueren Sprachen ſich zu beſchaͤftigen. Um Theologie zu ſtudiren begab er ſich im Jahr 1825 auf die Univerſitaͤt Jena, wo er Mitglied des homiletiſchen Seminars war. Nach zwei Jahren ging er zu ſeiner weiteren Ausbildung nach Leipzig. Nach beſtan⸗ dener Pruͤfung wurde er 1829 unter die Zahl der Kandidaten der Theologie im Herzogthum Sachſen⸗Altenburg aufgenommen. Er ertheilte nun einige Jahre Unterricht an einem Privatinſtitute in Roda und nahm dann die Stelle eines Hauslehrers bei dem Baron von Boſe in Gotha an. Dieſem folgte er im Jahr 1833 nach Biebrich im Herzogthum Naſſau und verweilte daſelbſt bis zum Jahr 1838, in welchem ihm der Unterricht in der franzoͤſiſchen und engliſchen Sprache an der Realſchule in Langenſchwalbach uͤbertragen wurde. Von dort wurde er im Juni 1844 als Lehrer der neueren Sprachen an das hieſige Gymnaſium verſetzt.

Schon vor der Erweiterung des Paͤdagogiums war der Schreiblehrer,

Miniſterialkanzliſt Flindt, von der Anſtalt geſchieden. Seine Stelle wurde gegen

Ende des Monats Juni dem hieſigen Elementarlehrer Heinrich Maurer uber⸗ tragen. Seit Anfang des verfloſſenen Winterhalbenjahres erhalten die Schuͤler der dritten und vierten Klaſſe konfeſſionellen Religionsunterricht abgeſondert von den Schuͤlern der fuͤnften und ſechſten Klaſſe, mit denen ſie fruͤher dazu ver⸗ einigt waren. Die dadurch noͤthig gewordenen zwei weiteren woͤchentlichen Lehr⸗ ſtunden haben die beiden Dekane, Kirchenrath Schultz und Pfarrer Petmecky freiwillig ſelbſt uͤbernommen.

Zur Vermehrung der Bibliothek und des Lehr⸗ und Turn⸗Apparates waren fuͤr das verfloſſene Jahr 813 fl. 20 kr. bewilligt worden.

Die Anſtalt zaͤhlte im Laufe des Schuljahres 105 evangeliſche und 42 katho⸗ liſche, im Ganzen 147 Schuͤler. Darunter befanden ſich 44 Auswaͤrtige.