Aufsatz 
Einige einleitende Bemerkungen zur Lehre von der griechischen Präposition
Entstehung
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weil ſie ſonſt dieſer Formen eben ſo viele hätte gehabt haben müſſen, als dieſer Schattirungen denkbar ſind, der Genitiv z. B. hätte ſo viele Formarten haben müſſen, als Verhältnißwörter mit ihm in Verbindung treten können. Bei der Entſtehung und erſten Ausbildung der Sprachen aber war die Bezeichnung ſo vieler Verhältniſſe noch nicht Bedürfniß. 11)

Je gebildeter ein Volk iſt, deſto ausgebildeter ſinden wir ſeine Sprache, 1¹²) und da das griechiſche Volk allen übrigen Völkern als das vollendetſte Muſter daſteht, ſo finden wir uns veranlaßt, gerade in ſeinen Sprachbau näher einzudringen und an einem der kleinſten Theile ſeiner Sprache nachzuweiſen, wie die Grammatik einer Sprache nach unſerer Idee behandelt werden muß, ohne eigenſinnig und anmaßend zu übergehen, was bis jetzt auf dieſem Felde geleiſtet worden iſt. Zwar trifft man, wenn man den Faden der Sprachbildung verfolgt, bisweilen auf Knoten, welche theils ſchwer, theils gar nicht aufzulöſen ſind, allein ſie dürfen nicht hindern oder gar ent⸗ muthigen, den Pfad zum Lichte zu verfolgen. Irrthümer lehren Irrthümer kennen und

verhüten, und wer auf die Schultern eines Anderen tritt, kann höher hinaufreichen, als dieſer.

In der Körper⸗ oder Raumwelt nehmen wir als abſolute Eigenſchaften alker Körper deren Ausdehnung in Lange, Breite, Höhe, und als relative Eigenſchaften Ruhe oder Bewegung wahr. Letztere bedingt ein punctum a quo, Anfangs⸗ oder Ausgangspunct, und ein punctum ad quod, End⸗ oder Zielpunct. Zwiſchen beiden iſt wohl der Ruhepunct am paſſendſten. In dieſen drei Verhältniſſen, welche die Grammatiker obliqni Grreideis aldeο im Gegenſatze zu den Trd⁴ασεσιφεεισϑει⁴ας⁷ nennen, müſſen die Körper darſtellungsfähig ſein. Das Ausgehen ſtellt die Sprache durch die Form des Genitivs, ¹³) das Ziel durch die des Accuſativs und die Ruhe

²¹) G. Billroth's lat. Syntax. Leipz. 1832, p. 2, Anm. 1.

²2) W. v. Humboldt über die Kawiſprache auf der Inſel Java. Einleit. p. LIII:Die Sprache iſt gleichſam die äußerliche Erſcheinung des Geiſtes der Voͤlker; ihre Sprache iſt ihr Geiſt und ihr Geiſt ihre Sprache; man kann ſich beide nicht identiſch genug denken.

*3) Gellius nennt ihn darum ganz bezeichnend patrius(N. A. IV, 16. IX, 14.)