Einige einleitende Bemerkungen
zur
Lehre von der griechischen Präposition.
Wer mit pruͤfendem Auge den Forſchungen dieſes und des vergangenen Jahr⸗ hunderts auf dem Gebiete der Grammatik gefolgt iſt, wird gewahr geworden ſein, wie man mit Beharrlichkeit und Erfolg zwei verſchiedene Wege einſchlug, welche beide ein Ziel— das Verſtändniß der Sprachen— zu erreichen ſtrebten; wie die Einen die Sprache als ein geſchaffenes und vollendetes Ganze betrachteten, ohne die Frage in weitere Eroͤrterung zu ziehen, ob und wie ſie nothwendig ſo ſich bilden mußte und nicht anders ſich bilden konnte, während die anderen den Schöpfungsweg betraten und ſehen und erforſchen wollten, wie der Schöpfer, d. h. der ſchaffende menſchliche Geiſt, dieſes Kunſtgebilde zu Tage förderte und durch die verſchiedenen Generationen allmählig ausbildete. Gegenſtand der Unterſuchung der Erſteren waren vorzugsweiſe die beiden ſogenannten claſſiſchen Sprachen, die Mumien des Alterthums, wäͤhrend die Letzteren alle bekannten Sprachen in ihre Forſchungen riefen.
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