Aufsatz 
Bildung und Bedeutungswandel französischer Infinitive beim Übergang aus dem Lateinischen
Entstehung
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Der Gesundheitszustand war in dem abgelaufenen Schuljahre bei Lehrern und Schülern im allgemeinen ein befriedigender. Nur in den beiden letzten Monaten kamen infolge der kalten Witterung und des harten Ostwindes vielfach katarrhalische Erkrankungen vor.

2. Schulfeste und Prüfungen.

Das Maifest wurde am 3. Mai in gewohnter Weise durch Ausflüge der einzelnen Xlassen begangen.

Für die Feier des Sedantages hatte uns der Vorstand des Frankfurter Rennklubs wiederum den vorderen Teil der Rennbahn nebst der Tribüne zur Verfügung gestellt. Die Beteiligung der Eltern und Angehôrigen unserer Schüler und der Freunde unserer Anstalt war noch lebhafter als im Vorjahre. Wir freuten uns, dieses Mal in ausreichendem Maſse für die Bequemlichkeit unserer Gäste sorgen zu können. Herr Prof. Dr. Reuſs hielt die Festrede. Für das Preisturnen der oberen Klassen waren UÜbungen am Reck und am Pferd, Gerwurf und Stabhochsprung vorgeschrieben. Namentlich in den beiden letzten Übungsarten wurden vorzügliche Leistungen erreicht. Preisc errangen die folgenden Schüler der Primen: Ehrenpreis: Wirth I(47 P.); l. Preis: Cunze h; 2. Preis: Mappes La: 3. Preis: Freudenberg ba: 4. Preis: Meurer La; 5. Preis: Merton La: 6. Preis: Müller h; 7. Preis: von den Velden l, und Uersfeld La. Aus dem Wett- turnen der Obersekundaner gingen als Sieger hervor: Paul von Pidoll II b. Hotz Iha, Stadelmann II,a, Trommershausen II,b, Schnitter IIa, Anton Deschauer Illa. Von den mittleren und unteren Klassen wurde der Wettkampf in den volkstümlichen Ubungen wie Laufen. Weitsprung, Klettern ausgefochten.

Die letzten Tage der Sommerferien brachten die erschütternde Kunde von der schweren Erkrankung und dem unerwartet schnellen Ableben des Fürsten Bismarck, des gewaltigen Kanzlers, der durch seine unvergleichliche Staatskunst und seine zielbewuſste Willenskraft unser Vaterland zu niegeahnter Gröſse und Macht emporgeführt hat. Am 4. Xugust wurde eine Gedächtnisfeier für den grossen Toten veranstaltet. In einer tiefergrei- fenden Ansprache schilderte Herr Prof. Dr. Reufs den unersetzlichen Verlust, den unser Vaterland erlitten habe; er pries den Fürsten Bismarck als den Wohlthäâter unseres Volkes, den Schöpfer des neuen Reiches, den gröfsten Staatsmann Deutschlands und einen der gröfsten Manner aller Zeiten, dessen Namen die Jahrtausende überdauern werde, zu- gleich als die glänzendste Verkörperung deutscher Männlichkeit. Den Schlufs bildete die Mahnung. diesem erhabenen Vorbilde deutscher Königs- und Mannentreue nachzueifern und das Werk seines Lebens, das groſse Erbe, das er uns hinterlassen, gegen alle Wider- sacher und Feinde zu schützen.

Der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers wurde durch Gesang, Fest- rede und Deklamationen gefeiert. Herr Oberlehrer Dr. Koob sprach über die Begründung des preuſsischen Beamtenstandes durch Friedrich Wilhelm I. Er führte aus, nach welchen Grundsätzen dieser Herrscher seine Beamten auswählte, durch strenge Schulung zu ihrer schweren Aufgabe fâhig machte und damit der inneren Verwaltung Preuſsens die Ordnung und Gestalt gab, deren Grundformen sich bis auf den heutigen Tag erhalten und bewährt haben. Am Schlusse der Feier überreichte der Unterzeichnete das von Seiner Majestät