Aufsatz 
Bildung und Bedeutungswandel französischer Infinitive beim Übergang aus dem Lateinischen
Entstehung
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Herr Prof. Dr. Schütz, der bereits im vorhergehenden Sommerhalbjahr einen längeren Urlaub zur Wiederherstellung seiner geschwächten Gesundheit angetreten hatte. konnte leider auch zu Ostern seine Thätigkeit nicht wieder aufnehmen. Das ernste Augen- leiden, von dem er befallen war, machte zum Glück keine weiteren Fortschritte, vielmehr stellten sich sichere Anzeichen beginnender Besserung ein. Indessen blieb nach ärztlichem Urteil die äufserste Schonung auf absehbare Zeit hinaus dringend geboten, sollte eine bedrohliche Verschlimmerung des UÜbels vermieden werden. So muſfste sich Ierr Prof. Dr. Schütz daau entschlieſsen, für den 1. Januar die Versetzung in den Ruhestand nach- zusuchen, die ihm von den vorgesetzten Behörden unter ehrender Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste gewährt wurde. Mit schmerzlichem Bedauern sahen wir den hochgeschätzten Amtsgenossen früher, als wir erwartet hatten, aus unserer Mitte und von der Anstalt scheiden, der er eine lange Reihe von Jahren hindurch seine beste Kraft gewidmet hat. War es doch das Gymnasium unserer Stadt, an dem Herrn Prof. Dr. Schütz schon im jJahre 1865 seine Lehrtätigkeit begann. Nachdem er in der Folge mehrere Jahre an bayrischen Lehranstalten gewirkt hatte, zuletzt als Leiter der königlichen Realschule zu Traunstein, wurde er Michaelis 1878 wieder an das städtische Gymnasium berufen und mit dem mathematisch-physikalischen Unterricht hauptsächlich in den Oberklassen betraut. Dieses Amtes hat er dann während zweier Jahrzehnte mit höchster Pflichttreue und auf- opferungsvoller Hingabe gewaltet. Sein umfassendes und tiefgehendes Wissen und seine vielseitige Erfahrung haben unserer Anstalt reichen Segen gebracht und eine groſse Zahl von Schülern erinnert sich in bleibender Liebe und Verehrung der gründlichen Anleitung. der mannigfachen Anregung und Förderung, die sie ihm verdankt. Seinen Amtsgenossen war Herr Prof. Dr. Schütz durch sein wissenschaftliches Streben, den Eifer und die Gewissenhaftigkeit, mit der er seinen Berufspflichten oblag, und den lebhaften Anteil, den er an den allgemeinen Fragen des Unterrichts und der Erziehung nahm, ein leuchtendes Vorbild. Sein edler, selbstloser Charakter und die Liebenswürdigkeit seines Wesens gewannen ihm alle Herzen. Wir hoffen zuversichtlich, daſs der hochverehrte Mann sich auch in Zukunft aufs engste mit uns und unserer Anstalt verbunden fühlen und uns die freundschaftliche Gesinnung bewahren wird, deren wir uns in der Zeit der gemeinsamen Arbeit erfreuen durften.

Von Seiner Majestät dem König wurde llerrn Prof. Dr. Schütz bei seinem Ausscheiden aus dem Amte der Rote Adlerorden IV. Klasse verliehen.

Die durch den Abgang des Herrn Prof. Dr. Schütz erledigte Oberlehrerstelle wurde Herrn Paul Ankel übertragen. Er ist schon seit mehreren Jahren als wissen- schaftlicher Plilfslehrer mit erfreulichstem Erfolge an der Anstalt thätig gewesen und hat sich das Vertrauen und die Zuneigung der Schüler in hohem Maſse zu erwerben gewuſst. Über seine Lebensverhältnisse berichtet Herr Oberlehrer Ankel, wie folgt:

Paul Ankel, geboren am 27. Juni 1866 zu Miehlen(UInterlahnkreis), Sohn des verstorbenen Rektors J. H. Ankel, besuchte von Ostern 1877 biß Ostern 1886 das hiesige städtische Gyianasium, um sodann bis Ostern 1891 auf den Universitäten Marburg* Bonn klassische Philologie und Philosophie zu studieren. Das Examen pro facultate docendi bestand er im Januar 1893 zu Marburg. Nachdem er von Michaelis 1892 bis Michaelis 1893 das Seminarjahr am königlichen Wilhelms-Gymnasium zu Cussel, von Michaelis 1893 bis Michaclis 1894

das Probejahr an dem hiesigen städtischen Gymnasium abgeleistat hatte, blieb er an dieser Anstalt und dann am Lessing-Gymnasium als wissenschaftlicher Hilfslehrer bis zu seiner definitiven Anstellung thätig.

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