Aufsatz 
Pytho's Gründung : ein nomischer Hymnos, aus dem homerischen Hymnos auf Apollon ausgeschieden und übersetzt / vom ... C. F. Creuzer
Entstehung
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Auctorität, sondern durch die Kraft ihres Geistes und die Macht der Ueberzeugung im Volke zu wirken, die wichtigsten Güter des Volks, Religion und Sittlichkeit, Recht und. Gesetz, Gesundheit und leibliche Wohlfahrt, gewerbliche Thätigkeit im weitesten Sinne des Wortes und bürgerlichen Wohlstand, aufrecht zu halten und dafür Sorge zu tragen, dass jene erhabenen und schätzenswerthen Güter in freier, aber gesetzlicher Weise mit vaterländischem Sinn im Staate gepflegt und immer tieſer und fester im Volke begründet werden. Das ist der hohe Beruf der künf- tigen Staatsdiener und aller derer, die durch Intelligenz im Volke eine allge- meinere Wirksamkeit auszuüben befähigt sind. Und soweit diese Befähigung durch die Schule bewirkt werden kann, liegt sie hauptsächlich den Gymnasien ob. Die Gymnasien werden also in einer so bedeutungsvollen Zeit, vom freien Aufschwung der Zeit mit ergrifſen, noch mehr als soust ihrer hohen Bestimmung bewusst sein und aus allen Kräften dahin streben, den Anforderungen der Zeit zu entsprechen und Zöglinge zu entlassen, in deuen das, was sie in sich aufgenommen haben, kein todter Schatz bleibt, sonderu die mit Kraft an Geist und Körper ausgerüstet und mit Liebe zum Volke erfüllt, dereinst im Volke und für das Volk wohlthätig zu wirken vermögen. Aber fern wird es den Gymna- sien eben um ihrer wichitigen Bestimmung willen bleiben, ihre Schüler in die Tagespolitik einzuführen und Fragen vor ihnen zu verhandeln, zu denen sie noch nicht reif sind und die sie von der Vorbereitung für ihren künftigen Beruf abziehen würden. Fern wird es den Gymnasien bleiben ‚um vorübergehender Tagesmeinun- gen willen die wesentlichen und bewährten Grundlagen ihres Gedeihens zu ver- ändern und von der für eine tüchtige Bildung nothwendigen Gründlichkeit sich zu entfernen. Fern wird es ihnen also bleiben, den Quellen aller neueren Bildung und Veredlung, den Werken des classischen Alterthums und den ältesten Ur- kunden des christlichen Glaubens oder der Mathematik, einem Correctiv vager und massloser Bestrebungen, untreu zu werden und diesen Fächern das zu ihrer gehörigen Erlernung und fruchtbaren Betreibung Nöthige zu entziehen. Fern wird es ihnen feruer bleiben, die Erziehung d. h. die Vorsorge für das ge- sammte Leben der ihnen auvertrauten Jugend aufzugeben, als wenn sie bloss Lernschulen, nicht Lebensschulen wären. Fern wird es ihnen endlich bleiben, ihre wahre Wohlfahrt von Aussen zu erwarten, statt sie im innern Leben zu finden, das nur von ihnen selbst ausgehen kann. Aber damit