15
Namen. Geburtsort. Studium. 17) Ernst Machenhauer Darmstadt Philologie. 18) Heinrich Marx Griedel Theologie. 19) Karl Nagel Bauernheim Mathematik. 20) Theodor Nebel Dreieichenhain Philologie. 21) Ludwig Nebel Dreieichenhain Jurisprudenz. 22) Heinrich Nees Darmstadt Jurisprudenz. 23) August Noack Darmstadt Architectur. 24) Bernhard Plagge Darmstadt Medicin. 25) Rudolf Prätorius Birkenau Jurisprudenz. 26) Emanuel Reis Darmstadt Jurisprudenz. 27) Wilheim Röder Wald-Michelbach Widmete sich dem Postfach. 28) Willy Sammet Darmstadt Philologie. 29) August Schleiermacher Darmstadt Mathematik und Naturwissenschaft. 30) Hermann Stühlinger Rossdorf Medicin. 31) Karl Welsch Rüsselsheim Jurisprudenz. 32) Adolf Windecker Friedberg Philologie.
Die diesjährige Maturitätsprüfung wird vom 18. bis 20. September unter dem Vorsitz des Oberschulrathes Dr. Th. Becker mit 43 Abiturienten abgehalten werden.
IV. Zur Chronik des Gymnasiums.
Am 18. October erhielt das Gymnasium von der Grossherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein ein Exemplar des amtlichen deutschen Catalogs der Wiener Weltaus- stellung, und von der Grossherzoglichen Direction der polytechnischen Schule einen Theil einer zoolo- gischen Sammlung. Für beide Geschenke sprechen wir auch hier den gebührenden Dank der An- stalt aus.
Durch Allerhöchstes Decret vom 3. Januar 1876 wurde der Director Professor Dr. Christian Bossler unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen und erspriesslichen Dienste, mit Wirkung vom 1. April an, in den Ruhestand versetzt, und dem Director des Gymnasiums zu Giessen Professor Dr. A. Weidner, vom 1. April 1876 an, die Direction des Gymnasiums zu Darmstadt übertragen.
Christian Bossler ist geboren zu Darmstadt am 13. Mai 1810. Vorgebildet auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt bezog er im Herbst 1827 die Universität Giessen, im nächsten Jahre Göttingen, wo er zwei Jahre hindurch K. O. Müller und L. Dissen hörte, dann Berlin, und endlich im Herbst 1831 wiederum Giessen, um dort mit der Abhandlung de gentibus et familiis Atticae sacerdotalibus(Darmst. 1833) zu promoviren. Nachdem er anderthalb Jahre als provisorischer Hülfslehrer am Gymnasium zu Darmstadt unterrichtet hatte, erhielt er den 26. November 1833 eine Anstellung als ordentlicher Lehrer an derselben Anstalt; 1853 zum Professor, und am 5. Mai 1858 zum Director ernannt, hatte er das seltene Glück 44 Jahre hindurch an derselben Anstalt, welcher er seine Jugendbildung ver- dankte, als Lehrer und Director zu wirken. Die grosse Zahl seiner Schüler ist über das ganze Land verbreitet, und alle bewahren in treuer Anhänglichkeit und liebevoller Dankbarkeit die freudige Er- innerung an ihres früheren Lehrers geistvolle und anregende Thätigkeit. In gleicher Weise durch Ilumanität wie durch Gelehrsamkeit ausgezeichnet hat er sich auch die sämmtlichen Lehrer, welche


