1910 Juni 2.
Juni 7.
Juli 12.
II. Verfügungen der Behörden.
a) Eingänge vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium.
Mitteilung eines Erlasses des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten vom 15. Februar, durch den die Hilfe der Schule gefordert wird in dem Kampfe gegen die durch Schund- und Schmutz- literatur entstehende Schädigung der sittlich religiösen Anschauungen des Volkes.
Mitteilung eines Erlasses des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten vom 24. Mai, durch den die Direktoren der höheren Schulen veranlaßt werden, ihr Iuteresse der Arbeit eines in Berlin gebildeten Ausschusses zuzuwenden, der— zusammengehend mit dem Komitee- der„Société d'Echange international des Enfants et des Jeunes Gens“ in Paris— den Austausch französischer, englischer und deutscher Kinder, namentlich während der Ferien, aber auch für längere Zeit in die Wege leiten will.
Mitteilung, daß der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten dem Oberlehrer Dr. Paul Wohlfeil den Charakter als Pro- fessor verliehen hat. Das hierüber ausgefertigte Patent wird zur Aushändigung übersandt.
b) Eingänge vom Kuratorium der höheren Schulen.
1910 Januar 26. Infolge des starken Andrangs zur Supernumerar-Laufbahn in der städtischen
Juni 1.
1911 März 3.
Verwaltung muß darauf hingewiesen werden, daß junge Leute, die zur Er- langung der Primareife länger als 1 Jahr in der Ober-Sekunda verbleiben müssen, für diese Laufbahn nicht mehr angenommen werden können. Ebenso können diejenigen, die in Deutsch oder Mathematik ein mäßiges Zeugnis haben, auf Annahme nicht rechnen. Trotz wiederholten Verbots bringen die Schüler immer wieder Flaschen mit Getränken mit auf die Spielwiesen. Die Flaschen bleiben liegen, werden zer- trümmert und bedeuten dann eine große Gefahr für die Spielenden. Das Mitnehmen von Flaschen und Glassachen ist daher aufs strengste zu ver- bieten, und die die Aufsicht führenden Lehrer sind angewiesen, in dieser Beziehung scharfe Ueberwachung eintreten zu lassen. Mitteilung der nachstehenden Zuschrift der Stadtkämmerei-Forstabteilung an die städtischen Schulbehörden: Die Unsitte, bei Spaziergängen durch den Wald Zweige und junge Triebe von den Bäumen abzureißen, hat hier der- maßen zugenommen, daß jetzt dagegen eingeschritten werden muß, wenn nicht die Waldungen alljährlich empfindlichen Schaden erleiden sollen. Be-


