Beobachtungen über den homerischen Sprachgebrauch.
Vierter Theil: Das Participium in seinen Casus-Modiſicationen.
Nachdem in dem letzten Theile dieser Beobachtungen diejenigen Bemerkungen zusammengestellt worden, zu welchen der homerische Sprachgebrauch in Betreff der verschiedenen Zeitformen des Participiums Veranlassung bot, bleibt es uns noch übrig seine Abwandlungen durch die Casus in gleiche Betrachtung zu ziehen. Auch hier wird für den Umfang und die Ausführung unserer Aufzeichnungen die Absicht bestimmend und leitend sein, nicht die der griechischen Sprache gemeinsamen Erschei- nungen auf diesem Gebiete zu erörtern, sondern das Verhältniss näher zu beleuchten, in welchem der ältere Dichtergebrauch zu deh später fixirten Sprachformen erscheint. Daher wird die Behandlung der drei Theile, in welche sich dieses Mal der Stoff nach einer einfachen Uebersicht zerlegt:— in wiefern das Participium sich entweder dem Subjects-Casus, oder dem casus obliquus der Periode anschliesst, oder durch Ablösung von dieser im absoluten Casus eine selbständige Stellung einnimmt,— dem äussern Umfange nach im umgekehrten Verhältnisse zu der Zahl der Fälle stehen, welche einem jeden derselben angehören. Die Verbindung der Participia mit den Sub- jecten, so weitreichend auch ihre Anwendung zur Gliederung und Belebung des epi- schen Vortrags ist, bietet doch grammatisch wenige ihm vorzugsweise angehörige Erscheinungen dar; mehr Beachtenswerthes schon liegt innerhalb des Bereichs der casus obliqui, in welchem der epische Participialgebrauch verschiedene Eigenthümlich- keiten aufzuweisen hat; insbesondere aber wird unser Bemühen dahin gerichtet sein, in den engeren Gränzen, in welchen die absoluten Participia bei Homer vorkommen, wo möglich den tieferen Grund und die noch nicht ausgewachsenen Keime dieser wich- tigen Spracherscheinung überhaupt zu erkennen.
1. Schon die statistischen Angaben, welche wir Th. 2. S. 12 und Th. 3. S. 4 über das Verhältniss der attributiven und prädicativen Participia, sowie des Präsens und Aori-
stus vorausgeschickt haben, geben, da sie sich vorzugsweise auf die im Nominativ 1*


