Aufsatz 
Römische Münzen des Mainzer Zentralmuseums
Entstehung
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gelassen, was nach Brocks Untersuchung(Sallet's Num. Zeitschr. III. 75) auf die Zeit nach 257 hindeutet. Ferner findet sich bei einer Münze des Postumus(Coh. 261) auf der Kehrseite: P. M. TR. P. CO0S. III. P. P., eine Angabe, die sich auf die Jahre 260 266 beziehen kann. Denn TR. P. trifft man in Verbindung mit C08. II(Coh. 259) bis C0S. V.(Coh. 268), woraus sich ergibt, dass damit durchaus nicht etwa das erste Jahr der tribunicischen Gewalt gemeint sein muss. Umgekehrt findet sich C08S. III zusammen mit TR. P. III(Coh. 269) bis TR. P. VII(Coh. 279), C08. IIII aber mit TR. P. VIIII. Zum dritten Male war Postumus also Consul im Jahre 260 oder 261, zum vierten Male wurde er es frühstens 265, vielleicht aber erst 267.

Bedenkt man nun die geringe Anzahl der in den Rheinlanden sonst so häufigen Münzen von Postumus, so wird man wohl annehmen können, dass derselbe noch nicht lange regiert hatte, als unser Schatz vergraben wurde, und dass dies also um das Jahr 261 geschehen ist. Sicher ist dieser Schluss allerdings nicht; denn, wie Mommsen, Gesch. d. röm. Münzwesens S. 775 und 809 Anm., nachweist, hat man zu Zeiten, wo wieder einmal eine starke Münzverschlechterung statt- gefunden hatte, oft gerade altes und besseres Courant zum Vergraben ausgesucht, und eine solche Zeit war eben in den letzten Regierungsjahren des Gallienus eingetreten, als man zur Weisskupfer- prägung überging.

In Bezug auf die Ursache der Vergrabung braucht man nur auf die Einfälle der Franken hin- zuweisen, die seit 253 an der Tagesordnung waren und trotz einzelner Siege des Gallienus und Postumus zur Verödung einer ganzen Reihe von Städten des römischen Germaniens führte.

Für das folgende Verzeichnis hat im allgemeinen die ähnliche Arbeit Hettner's a. a. O. zum Muster gedient. Wie dort werden die Münzsorten getrennt von einander aufgeführt. Die Nummern beziehen sich auf Cohen, Monnaies de l'empire romain, 2. Auflage; wo dieselben eingeklammert sind, zeigen die Münzen Abweichungen von Cohen.

I. Denare. 1. Antoninus Pius. (reg. 138 161 n. Chr.)

Nach der Kehrseite nicht bestimmbar. 1 St.

2. Marcous Aurelius. (reg. 161 180.) 35. C0NCORD. AVG. TR. P. XVI, im Abschnitt: 326. IMP. VII. C0S. III. Victoria.. 1 St. C08. III. Wettrarieseatse..

3. Commodus. (reg. 180 192.) 245. I0VI DEFENS. SALVTIS. AVG. 1 St. 583. P. M. TR. P. XVII. IMP. VIII. 608. VII. P. P. Concordia.... 1 St.

2 St.

4. Crispina.

(Gemahlin des Commodus, 183.)

16. DIS GENITALIBVS, Altar.......... 1 St.

5. Pertinax. (reg. 193.)

56. vOT. DECEN. TR. P. COS. II. Pertinax opfernd............. 1 St.