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derartige Balladenton gelang am besten Aldrich und Boker(„Die Rose von Granada“ und die Ballade„Die Amselsingt im Haselstrauß“*). Long- fellows berühmtes Gedicht„Excelsior“ kann als Muster nicht gelten. In Holland ist Bellamy der Hauptmeister am Ende des vorigen Jahrhunderts. „Roosje“ ist die schöpste Ballade in der holländischen Literatur. Lede- ganks und Ryswick folgten nach. Zu einem solch mannigfachen und glänzenden Reichthum wie die Deutschen, haben es, wie Treffliches auch KAranyi(„Frau Agnes“), Ludwig Bartok(„Der Oceankönig“) in Ungarn, und Neruda(„Ballady a romance“) in Böhmen geleistet, andere Nationen nicht gebracht, so sehr sie sich in die eigenen Schätze des Volks- liedes und der Sagenwelt vertieften. Wie viel auch die deutsche Balladen- dichtung der Anregung anderer Völker verdankte, ebenso stark war auch der Einfluß der deutschen Dichtungen dieser Art auf andere Literaturen, wie dies nicht schwer nachzuweisen ist*†)..
Es wird dieser Uberblick, der trotz seiner Kürze den Reichthum der poëtischen Flora dieser Art hinreichend zeigen kann, die Grundlage für eine eingehende Betrachtung der Poëtik der Ballade bilden, deren Darstellung im zweiten Theil dieser Abhandlung erfolgen soll.
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*) Vgl. P. J. Willatzen Nordlandsharfe. So weisen z. B. Sanders„Themistokles.“ Rydbergs„Dexippos“ und andere Dichtungen dieser Art auf H. Lingg, Dahn und Schack; Wirsens„In Aegypten“ auf Freiligrath,„Emaus“ auf Gerok. Holger Drachmanns„Meer- pilder“(„Die letzte Parade,“„Leichenpredigt“), sind durchaus originale Schöpfungen voll realistischer Kraft.


