Aufsatz 
Die Belagerung von Frankfurt
(1552)
Entstehung
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18

Obriſten. Die Kriegsleute der Stadt waren folgender⸗ maßen vertheilt: Hauptmann Kunz von Weſthofen beſetzte mit ſeinen Knechten den Mainzer Wall. Hieronymus von Creuznach lag mit ſeinem Fähnlein neben dem Bockenheimer Thor auf dem Jungwall, Daniel Wormſer auf dem Bocken⸗ heimer, Dietrich von Büdingen auf dem Friedberger Wall; Hans Sebald von Siglingen beſetzte das Allerheiligen Thor, Martin von Hanſtein den Wollgraben, Jakob Böcklein von Straßburg die St. Catharinen Pforte, Friedrich Bethſtell den Platz davor, Wolf Roth den Judenwall. Jakob von Ochsbach, Kaspar von Oppenheim und Walther von Brüſſel, welcher zugleich oberſter Profoß war, werden auch als Hauptleute genannt. In Sachſenhauſen waren die Söldner der Stadt alſo vertheilt. Hauptmann Ludwig von Dalwig*) lag mit ſeinem Fähnlein am Eck gegen den Main. Oswald Lehner und Jochem Landauer von Wurm neben der offenen Pforte, Jochem Imhoff von Nürnberg auf der andern Seite des Affenthors, Weyrauch von Linden um die Oppenheimer Pforte. Hans Beck von Bingen und Henning von Jeſſen wurden verwendet, wo man ihrer bedurfte.

Unter dieſe 18 Fähnlein Knechte, ſagt Neuhauß S. 159, ſind auch die Bürger eingetheilt und eingeſteckt. Zwei Fähnlein Bürger unter Johann von Knoblauch und Hein⸗ rich Katzmann waren vor den Römer kommandirt. Jo⸗ hannes von Rumpenheim, welcher die Söldner des Rathes befehligte, lag mit ſeinen Leuten in der Stadt. Eine ſtatt⸗ liche Schaar befehligte der Ritter Asmus von der Hauben, 200 Mann, unter denen berühmte Kriegsleute ſich befan⸗

*) Vergl. Fichard's Frankfurter Archiv. II. S. 301. Die Namen bei Neuhauß ſtimmen nicht ganz mit denen, welche das Volkslied meldet, überein.