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noch hinzu, dass alle diese Uebungen, weil die für die Experimente etc. erforderlichen Manipulationen Zeit in Anspruch nehmen, trotzdem dass sie stets mit Bezug auf die Ein- übung der Naturgesetze betrieben werden müssen, nicht continuirlich in dem Masse gei-. stige Anstrengung im Gefolge haben, wie Studien und Uebungen in rein abstracten Ge- bieten, dagegen durch das Interesse, welches die Schüler ohne Ausnahme für sie haben, nicht wenig zur Erhaltung der geistigen Frische beitragen, und dass daher eine durch sie ge- steigerte Stundenzahl in keiner Weise zur Ueberladung und zu nachtheiliger Anstrengung des Geistes Veranlassung geben kann. Im Gegentheil bleibt neben denselben immer noch völlig ausreichende Zeit, um die Schüler auch in selbstständigershäuslicher Bearbeitung von Aufgaben aus der Mathematik und, was besonders wichtig ist, aus dem sprachlichen Theil des Unterrichts zu üben, ohne dass eine nachtheilige Ueberbürdung der Schüler statt hat.
Aus alle dem geht überhaupt hervor, dass trotz der in diesem Sinne genommenen grösseren Stundenzahl, die auf dem Papier manchem Pädagogen, der nur den lang gewohnten Gang des Unterrichts im Lateinischen, Griechischen, etc. kennt, ein Grauen erregen mag, die Schüler des Realgymnasiums nicht mehr Zeit auf ihr ganzes Studium, die in der Schule zugebrachte Zeit mitgerechnet, aufzuwenden nöthig haben, als z. B. die Schüler der Ge- lehrtengymnasien, eher vielleicht weniger, was, da die Ausbildung des Körpers auch ihr Recht haben will, jedenfalls ein Vorzug sein wird.— Und in der That, was den Umfang der ganzen Beschäftigung unserer Schüler anbetrifft, haben wir wohl von einzelnen Eltern, welche leider nicht genug Gewicht darauf legen, dass ihre Sölme neben der in der Schule und zu Hause zu verrichtenden täglichen Arbeit auch die zur Erholung und körper- lichen Ausbildung erforderliche Zeit zur Disposition haben, und die Schule gar zu sehr als ein Mittel betrachten, durch welches sie selbst der häuslichen Aufsicht und der Bemü- hung, die Söhne in der Familie in angemessener Weise zu beschäftigen, überhoben werden, Klagen darüber vernommen, dass unsere Schüler zu wenig zu thun hätten, noch niemals aber über das Gegentheil. Auch an der ganzen Gestion unserer Schüler machen wir die Beobachtung, dass sie keineswegs zu viel beschäftigt sind, denn] sie haben immer noch Zeit zu Privatmusikstunden und ähnlichen Unternehmungen, und ein grosser Theil der Primaner sucht jede Gelegenheit auf, um im Laboratorium der Schule chemischen Arbeiten obzuliegen.
Wenn wir nun glauben im Vorstehenden den Beweis geliefert zu haben, sowohl dafür, dass die Leistungen des Realgymnasiums in keiner Beziehung hinter denen der Realschulen erster Ordn. zurückstehen, so wie dafür, dass die Zwecke desselben die Einrichtung, welche es im Einzelnen besitzt, nothwendig machen, zweifeln wir gleichzeitig nicht, dass das praktische Resultat, welches die Leistungen der Anstalt stets gehabt haben, die Richtigkeit, der Behauptung, dass dieselbe, so wie sie ist, einem vorhaudenen Bedürfnisse entspricht, in ganz besonders hohem Grade darthut. So gering, und so wenig principiell in den meisten Fällen, die Differenzen zwischen ihrem Unterrichtssystem und dem der Realschulen erster Ordnung in den älteren Provinzen auch sein mõgen, die consequente Verfolgung des Zweckes der Anstalt in allen Punkten und die folgerichtigen Einrichtungen im Speciellen, sind zweifelschne Ursache des zahlreichen Besuchs, dessen sich das Realgymnasium zu


