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er unlöslich, beim Kochen oder auch beim Digeriren in etwas niedrigerer Temperatur, besonders aber beim Abdampfen im Wasserbade, Wiederauflösen und öfterer Wiederholung des Abdampfens geht, vorausgesetzt dass ein etwas grösserer Ueberschuss essigsauren Natrons angewandt wird, seine Farbe zuerst in einen missfarbigen Ton über, der Nieder- schlag wird dabei immer dunkler und verwandelt sich zuletzt vollständig in schwarzes Kupferoxyd, während zugleich eine geringe Menge eines schön blauen Doppelsalaes von essigsaurem Kupferoxyd und essigsaurem Natron in Lösung geht.
Wie bereits erwähnt, sind verdünnte Lösungen zur Hervorrufung beträchtlicher Mengen des Niederschlags extorderlich und gestattet seine völlige Unlöslichkeit, ihn noch in den allergrössten Verdünnungsgraden zu beobachten, falls nicht zuviel schwefelsaures Kupferoxyd angewandt wird. Es wurden 5 Grm. wasserfreies essigsaures Natron in einem halben Liter Wasser gelöst und durch successive Verdünnung dieser Lösung in abgemessenen Mengen mit ebenfalls abgemessenen Wassermengen immer verdünntere Lö- sungen dargestellt. Betrug der Gehalt einer solchen Flüssigkeit 1oooo an essigsaurem Natron, d. h. ¹1lsooo an Essigsäurehydrat, so trat noch eine starke Trübung ein, bei 15oooo an essigsaurem Salz liess sich eine Trübung constant noch deutlich wahrnehmen, ja mehreremale konnte sie noch bei ¼°οoo beobachtet werden. Bei diesem starken Verdünnungsgrade jedoch, und auch dann, wenn die Flüssigkeit noch 1½1°OOO an Salz enthielt, trat sie nur dann ein, wenn man in die siedendheisse Lösung des essigsauren Salzes einen vorher in eine passend verdünnte Kupfervitriollösung eingetauchten Glas- stab einführte, allein auch nicht jedesmal, was daher rühren mag, dass ein Ueberschuss von Kupfervitriol mit seinem lösenden Einfluss zu schwer ganz zu vermeiden ist. Aber selbst in diesen Fällen zeigten sich beim Ausleeren des Reagensglases die Wandungen desselben sehr deutlich mit geringen Mengen des Niederschlags behaftet. Dieser Em- pfindlichkeit der Reaction wegen könnte dieselbe ein sehr geeignetes Erkennungs- mittel der Essigsäure abgeben, wenn nicht, wie bereits erwähnt, auch noch andere der Essigsäure ähnliche organische Säuren dicselbe Erscheinung hervorrufen könnten. Immer- hin vermag sie jedoch gute Dienste zu leisten in Fällen, in denen nur eine jener Säuren vorhanden sein kann und so geringe Quantitäten der Substanz Sorliegehe dass andere Reactionen schwieriger anwendbar erscheinen.
Der Niederschlag ist. anfangs meist flockig, nimmt aber bald eine fast körnige Be- schaffenheit an, in welcher es sich leicht absetzt. Er ist von hellgrüner Farbe und zeigt, wenn er getrocknet und verrieben worden ist, ein solches Feuer, dass er nach dem Schweinfurter Grün entschieden die schönste der unlöslichen Kupferverbindungen bildet, wesshalb ich auch nicht zweifle, dass er als Farbe technische Verwendung finden kann.
Zur Analyse wurde zunächst ein Niederschlag verwandt, welcher aus Lösungen von 25 Grm. essigsaurem Natron(1 At.) und 45,9 Grm. Kupfervitriol(2 At.)— also, wie weiter unten nachgewiesen wird, bei vorwaltendem letzterem Salz— in je 2 Liter Wasser dar- gestellt war. Als derselbe lufttrocken war, enthielt er nur noch geringe Spuren hygrosco- pischen Wassers und nahm im Wasserbad sehr bald ein constantes Gewicht an. 2,4060
Grm. desselhen wogen, nachdem sie während einiger Stunden im Wasserbade gehalten 1*


