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III. Chronik der Schule.
. Das Schuljahr 1891/92 wurde am 9. April 1891 in vorgeschriebeuer Weise eröffnet. . Im Lehrerkollegium trat insofern eine Anderung ein, als der seitherige wissenschaftliche
Hilfslehrer Dr. Bodewig mit dem 1. April zum ordentlichen Lehrer ernannt und am 22. April an Stelle des nach Frankfurt a. M. versetzten Kaplans Wilhelm Jost dessen Nachfolger, Kaplan Georg Laufer, mit der Erteilung des katholischen Religionsunterrichts betraut wurde.
Dr. Rob. Rodewig, geboren den 1. Dez. 1857 zu Wermelskirchen, besuchte das Lehrerseminar in Mörs, war vom Herbst 1878— Herbst 1881 Elementarlehrer in Remscheid, erhielt Ostern 1882 das Zeugnis der Reife vom Gymnasium zu Barmen, studierte in Berlin und Münster klass. Philologie und Geschichte, bestand die Prüfung pro facultate docendi im Febr. 1886, promovierte im August 1886,(Abhandl. de proeliis apud Mutinam commissis) vollendete sein Probejahr von Ostern 1886 bis dahin 1887 am Gymnasium zu Barmen, war von Ostern 1887 bis Ostern 1888 Lehrer an der höheren Töchterschule mit Knabenklassen zu Unterbarmen, von da bis Oktober 1890 Leiter der nöheren Knabenschule zu Bünde in Westfalen. Am 1. Oktober des Jahres 1890 trat derselbe in das hiesige Lehrerkollegium ein.
Am 30. April beehrte der Königliche Provinzialschulrat, Geheimer Regierungsrat Dr. Lahmeyer, die Anstalt mit seinem Besuche und wohnte dem Untecrichte sämt- licher Lehrer bei.
Vom Stande des evangelischen und katholischen Religionsunterrichts an der Anstalt nahmen durch Revision Kenntnis Sr. Hochwürden, Herr General-Super- intendent Dr. theol. Ernst, am 2. Juli 1891 und als Vertreter des Hochwürdigsten Herrn Bischofs von Limburg Sr. Hochwürden, Herr Generalvikar und Domdekan Walter, am 3. März 1892.
.Am 6. Mai fiel der Unterricht aus, da fast alle Lehrer an der 16. Generalversammlung
des Vereins von Lehrern höherer Schulen der Provinz teilnahmen.
. Die Pfingstferien dauerten von Freitag, den 15. Mai, 4 Uhr bis Sonntag, den 24. Mai;
die Herbstferien begannen am 14. August 4 Uhr. Da der 19. September auf einen Sonnabend fiel, nahm der Unterricht seinen Anfang erst am 21. September. Die Weih- nachtsferien währten vom 23. Dezember 1891 Mittags bis zum 7. Januar 1892. Die Osterferien beginnen am 7. April 4 Uhr.
.Am 14. Juli unternahmen die Schüler unter Führung ihrer Klassenlehrer ihre Turnfahrt:
die II nach dem Gänsehals bei Mayen, die IIIr in das Siebengebirge, die IIIz nach Höhr-Grenzhausen, die IV nach Montabaur, die V und VI nach St. Goarshausen, Schloss Reichenberg und Feste Rheinfels. Wegen drückender Hitze fiel am 3. Juli der Nachmittagsunterricht aus.
Während der nasskalten Tage der Monate Januar und Februar waren die katholischen Schüler vom Besuche des Dienstags und Donnerstags stattfindenden Schulgottes- dienstes entbunden.
. Bei der zu Ehren Ihrer Majestäten der hochseligen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III.
am 15. Juni und 9. März stattfindenden Gedenkfeier hielt der Rektor die Reden. Am


