Aufsatz 
Le Siége de Barbastre und die Bearbeitung von Adenet le Roi / keller
Entstehung
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wahren den Schmuck der Wände, die verschiedenen Gerichte auf den Tafeln. Hier sehen wir Gerart, der den goldenen Pokal kreisen lässt, dort Guielin mit derverge parée. Draussen ergötzen sich die Damen, lassen die Musiker aufspielen und necken die Bären im Zwinger.

Die Beschreibung Adenet's bringt keine von diesen Details, und farblos wie sie daher ist, giebt sie kein klares Bild.

Wenn gesagt wurde,Beuves de Commarchis sei das schlechteste Gedicht Adenet's, so geschah dies mit Recht. Sklavisch hält er sich an die Erzählung des Originals, und wohl bleibt er sich treu, wenn er zu Anfang seines Gedichtes sagt:

Si ackroit que l'estoire de riens ne fausserai.

Aber dadurch, dass er die Charactere in der schon beschriebenen Weise ändert, hat er gerade etwas von dem zerstört, was zu den Schönheiten des Originals gehört. Seine Sprache ist in der That glätter und eleganter. Die zuweilen etwas rauhe Sprache seines Vorbildes hat er in feinerem Französisch wiedergegeben. Gewandt und häufig ge- braucht er das enjambement und reimt mit der rigorosesten Genauigkeit. Adenet weiss auch zu beschreiben; aber seine Schilderungen mit denen des Originals verglichen lassen denroi des ménestrels als einen Mann erkennen, der die Sprache zu handhaben, sich jedoch für den Gegenstand nicht zu begeistern weiss. Tiraden, welche mir in dieser Be- ziehung besonders aufgefallen sind, finden sich fo 198a, 167 etc.

Dem brabantischen Dichter indess gerecht zu werden, muss ich zugeben, dass er bei der Schilderung der brüderlichen Freundschaft zwischen Gerart und Guielin entschieden eine Ausnahme macht. Hier übertrifft er das Original, und ist ihm diese Stelle so gut gelungen, dass man sie als den schönsten Theil seines Gedichtes betrachten kann:

Quant Gerars entendi de Guion la maniere, Bien set qu'il doute honte et qu'il a honnor chiere; Doucemeut le regarde, moult li fist lie chiere etc.(f' 198)

Um die Sprache und Versifikation besser erkennen zu lassen theile ich nachstehend

die vier ersten Tiraden der beiden Gedichte mit.