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Die Sedanfeier fand dieses Jahr Samstag den l. September 1888 statt; Herr Dr. Fischer sprach über die Bedeutung der vaterländischen Dichtung für die Befreiung und Einigung des deutschen Volkes, insbesondere über Theodor Körner.— Das Geburtsfest Sr. Majestät Kaiser Wülhelms II. begingen wir zum ersten Male am 27. Januar 1889; in der Vorfeier zeichnete Herr Dr. Hahn desselben Bildungsgang auf Schule und Universität, die Vorbereitung für den Herrscher- beruf und sein bisheriges Wirken als Herrscher.— Das Gedächtnis an den Tod Kaiser Wilhelms J. wurde am 9., die Erinnerung an den Geburtstag am 22. März 1889 durch kurze Ansprache zu Beginn des Vormittagsunterrichts gefeiert; bei jenem Anlab schilderte Herr Dr. Eichelmann kurz die Regententugenden, siegreichen Feldzüge und grotßzen Erfolge Kaiser Wilhelms, die hervorstechenden Charaktereigenschaften des Helden, seine echte Frömmigkeit, Gewissenhaftigkeit und sein ausgeprägtes Pflichtgefühl, welche Eigenschaften ihn so recht zum leuchtenden Vorbild der deutschen Jugend machten; bei diesem hob Herr Geutbsenhainer hervor, wie der 22. März ein Tag der Freude bleiben werde, in dankbarer Erinnerung an das, Was der an diesem Tage Ge- borene dem deutschen Volke geworden und gewesen:»wir bewundern ihn, denn er war grot im Können; wir achten ihn, denn er war fest im Wollen; wir lieben ihn, denn er war edel im Empfinden.«
Während des abgelaufenen Schuljahres hatten wir 2wei dbiturientenprüfungen; bei dem münd- lichen Teile der ersten, am 21. August 1888, führte der Herr Geheime Regierungs- und Provinzial- Schulrat Dr. Lahmeyer, bei der zweiten, am 18. März 1889, der Direktor dem Vorsitz; beiden wohnte
als Vertreter des Kuratoriums Herr Konsistorialrat Pfr. Dr. Ehlers bei.— Am 7. Februar 1889 besuchte Herr Geh. Rath Dr. Lahmeyer die Wöhlerschule und wohnte dem Unterrichte ver- schiedener Klassen und bei einer größeren Zahl von Lehrern bei.— Die Herbstabiturienten wurdenm
am 22. September 1888 in öffentlicher Schlußfeier entlassen; es deklamierten dabei Alexander Bockenheimer(3), Siegfried Baer(2), Hermann Trauner(1), Karl Andreae(VI), Alfred Koßmann (V), Karl Becker(IV), Richard Kupfer(III2), Carlo Degen(III 1), Richard Meyer(II 2), die Ober- sekundaner Emil Metz und Otto Nestle; der Unterprimaner Rudolf Andreae sprach über die Zerstörung der Armada im Jahre 1588 in französischer, der Abiturient Robert Haas über die Photo- graphie des Sternenhimmels in deutscher Sprache. Mit der Entlassung der Osterabiturienten wird am 13. April 1889 eine ähnliche Feier verbunden sein.
Am 27. April 1888 wurden die sämtlichen definitiv angestellten Lehrer sowie der Pe- dell der Wöhlerschule auf Se. Majestät den hochseligen König Friedrich, am 10. August desselben Jahres auf des jetzt regierenden Königs Majestät vereidigt. Als Kommissarius des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums fungierte dabei der Direktor.— Durch Patent vom 26. Mai 1887 ver- lieh der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten dem dritten Oberlehrer der Wöhlerschule, Herrn Dr. Veit Valentin, den Professortitel. Wir freuen uns dieser wohlverdienten Auszeichnung. Herr Professor Dr. Valentin hat nicht nur seit Gründung der Wöhlerschule eine erfolgreiche Lehrthätigkeit in derselben entfaltet und wesentlich zu dem Aus- bau ihrer oberen Klassen mit beigetragen, sondern sich auch durch seine schriftstellerischen Leistungen sowie die Leitung der wissenschaftlichen Bestrebungen des hiesigen Freien Deutschem Hochstifts, in dem er der Vorsitzende des Akademischen Gesamtausschusses ist, und des hiesigen Vereins akademisch gebildeter Lehrer, dem er mehrere Jahre hindurch als Vorsitzender vorge- standen hat, in weitesten Kreisen vorteilhaft bekannt gemacht.— Als autzerordentliche Hiilfs- lehrer ohne Remuneration gehörten der Schule während des ganzen Schuljahres an die Herren Georg Klinkert und Heinrich Becker I; Herr Wilhelm Martin von Ostern bis zu seiner im Au—
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Wöhlerschule 1889..


