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5. Rechnen. 2 St. Effektenrechnung. Gold-, Silber- und Münzrechnung. Einfache und zusammengesetzte Warenkalkulationen. Wechsel- und Effektenarbitrage. Repetition der Konto- korrente.— Monatlich in Algebra oder Rechnen eine häusliche oder eine Klassenarbeit zur Korrektur durch den Lehrer. Schlim bach.
6. Handelseecu. 2 St. Art. 271 bis 359 des A. D. H. G.(nach Textausgabe mit Anmerkungen von F. Litthauer): Begriff der Handelsgeschäfte; allgemeine Bestimmungen über Handelsgeschäfte; Abschließung und Erfüllung der Handelsgeschäfte; Kauf. Schlimbach.
7. Handelslehre und Buchführung. 2 St. Handelsgesellschaften und deren Hauptunterschiede; Maßwesen; Wechsel und Anweisungen(nach Röhrich, Handelswissenschaft). Repetition des Wechsel- rechts.— Doppelte Buchführung, Deutsche Korrespondenz. Schlimbach.
8. Schönschreiben. 2 St. Deutsche und lateinische Kurrentschrift.— Rund- und andere Zierschriften. Morin.
5) Real-Obersekunda(R. II. 1).
Ordinarius: Oberlehrer Dr. Valentin.
1. Religion. a) Evangelische. Bibelkunde des Alten Testaments. Memorieren ausgewählter
Psalmen.— Kirchengeschichte I. Hälfte: Das kirchliche Altertum und das Mittelalter. Marx. b) Katholische. Mit I 1. komb. 3 Linz.
2. Deutsch. 3 St. Sommer: Ausgewählte Stücke aus Lessings Laokoon. Antigone von Sophokles. Winter: Ausgewählte Stücke aus Lessings Hamburgischer Dramaturgie. Die schwierigeren Gedichte von Schiller. Wöchentlich wurden von je zwei Schülern Vorträge gehalten, im Anschluß an die Privatlektüre der Dramen von Sophokles, Schiller, Goethe. Wöchentlich wurden von je zwei Schülern Gedichte gelernt und gesprochen.— Aufsätze. 1. Das Goethedenkmal zu Frankfurt a. M. 2. Ein Thema nach freier Wahl im Anschluß an Lessings Laokoon Kap. 3. 3. Verwandtschaft der Peripethie in Goethes Iphigenie auf Tauris und Sophokles' Philoktetes und der Unterschied der Katastrophe in beiden Dramen. 4. Der Alchymist, Erzählung nach einem Bilde von Jan Steen. 5. Was ist Geschmack? 6. Ge- dankengang in Schillers Gedicht: Das Ideal und das Leben. 7. UÜber ein Bild Steinles(nach freier Wahl, im Auschluß an die Steinle-Ausstellung). 8. Das Wesen des Sprichwortes. 9. Die Stellung der Kunst und der Künstler nach Schillers Auffassung in seinem Gedicht:»Die Künstler.« Valentin.
3. Latein. 5 St. Befestigung und Vertiefung der Formenlehre und der Syntax im Anschluß an die Exerzitien und an mündliche Ubungen. Wöchentlich wurde ein Extemporale oder ein Exerzitium geschrieben. 3, zeitweilig 4 Stunden.— Lesen Sommer: Vergil Aeneis I, 1— 600. Winter: Livius, Lib. XXII, 1—20. 2, zeitweilig 1 Stunde.
2,
Valentin.
4. Französisch. 4 St. Aus Nouvelle Grammaire française von Plötz Moduslebre, Artikel, Pronomen. Wöchentlich je ein Extemporale oder ein Exerzitium. Memorieren von Gedichten; Vorträge. Lektüre Sommer: Corneille, Cid; Winter: Thierry, Guillaume le Conquérant.
Hoburg.
5. Fnglisch. 3 St. Repetitionen aus der Syntax nach Sonnenburgs Grammatik der engl. Spr. Wöchentlich ein Exerzitium oder ein Extemporale. Memorieren von Gedichten; Vor- träge. Lektüre: Sommer: Scott, Lay of the last Minstrel. Winter: Prescott, History of Philip II of Spain. Vol. I.
6. Geschichte. 2 St. Geschichte des Mittelalters.
7. Geographie. 1 St. Zentraleuropa. Valentin.
S. Mathematil. Algebra 2 St. Im Sommer: Niedere Reihen, Zinseszins- und Renten- rechnung. Im Winter: Gleichungen zweiten Grades mit mehreren Unbekannten. Kombinatorik.
Hoburg. Valentin.


