23 II. Chronik des Gymnasiums.
1335 unter den hœchsten Auspicien SrrRèEn Honrrr de enten von Rurfürstlichem Ministerium „Gymnasiums in ebendemselben Geiste, der sie von
MAXITET getreu, belebt und erwærmt von de esischen Sprachen des Alterthums in innigste das Studium der Mathematik, Geschiehte, den Schuljahres folgerecht durchzuführen
aten erkannt.“ So begann die Chronik des Programmes im Jahre 1840
Worte als das Vermächtnis von der Denk- und Sinnesart unseres verlebten Directors Dr. Bach be- trachten. Leider traf unsere Anstalt durch seinen plötzlich erfolgten Tod ein harter Schlag. Nach cinem kaum 3 jæhrigen rastlosen Wirken unter uns und mit uns wurde der Scelige durch eine Lungenlæhmung den 17 Januar am 9 Taße seines Unwolseins uns entrissen, und Lehrer und Schä- ler wurden durch den Verlast des hochverehrten Mannes in die tiefste Traner versetzt. Um ihn trauern seine Amtsgeuossen, denen er stæts Muster und Vorbild war, die er stets mit Freundlich-
keit und schonender Güte behandelte; um ihn trauern seine Schüler, die sich überzeugt hatten, dafs wenn er auch ein strenger, doch immer ein liebender Vater für sie
„DirE im Jahre 8 1 el la el 1 ale Hu *. 8 6 unr 3 1 u a!1 ,81 2 8-- prinzen und Mitre 8 4 5. 8 des Innern verordnete Organis ation de
Anſaug an leitete, dem Grundprincip der He-
r Sonne des CunisrexruuUhs, erleuchtet durch die elae r Verbindung mit der Muttersprache, befruchtet durch Erd- und Naturkunde, auch wæhrend des eben ablaufen-
hat der Director stæts als eine seiner heiligsten Pflich-
„ und wir können diese
war, dafs jede Bildungsanstalt, wenn nicht Zuekt und Ordunng in ihr herschet, in sich selbst zerfällt, dafs da, wo durch Tucht-
losigkeit das Gemüt verwildert, aueh die Blüten des Geistes verkümmern und keine Pruckt und keine Ernte erwarten lassen. Seine Gefühle für den Verblichenen bat der Professor IEaquer an dem Grabe desselben ausgesprochen und die anwesenden Sehüler aufgefodert, das Andenken dessen der sich um sie so verdient gemacht trenlich zu bewahren, und sich stœts seinen Pflichteifer, seine Thætigkeit, scin Streben nach dem Besseren zu vergegenwärtigen! Fast dürfte es scheinen, als walte ein eigner Unstern über unserer Anstalt; denn kaum wird irgend ein Gymnasium in einem so kurzen Zeitraum so viele Sterbefälle, so viele Versetzungen, so bäufigen Wechsel, so viele Er- krankungen unter den Lehrern erlitten haben. Möchten wir recht bald einen würdigen Nachfolger unseres seeligen Directors in unserer Mitte begrüssen!
Das eben ablaufende Schuljahr wurde am 27 April begonnen.
Am 20 August eröffnete der Director die Feier des Geburtstages unseres durchlauchtigsten Rurprinzen und Mitregenten mit einem Gebete, worauf der Gymnasiallehrer Schwertz eine Rede über den wahren Zweck der Gymnasialbildung hielt.
Am 21, 22 und 25 September hatte die Privatprüfung und Censur in Verbindung mit Vor- trægen und Gesängen der Schüler statt.
Durch hœchste Beschlüsse vom 6 Mai wurde der Gymnasial-Practicant Tfartmann mit der Ver- sechung der Stelle des Lehrers der Mathematik und Physik am Gmnasium zu Marburg bLauftrakt, und die Zulassung des Dr. phil. Dealma zu Marburg als Practicant bei dem hiesigen Gymnasium
genchmigt.


