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Pflanzen, und am Fuße des Segnesgletschers die Liliput- formen der Pflanzenwelt zu beobachten, die mit ihren Rosetten und Rasen bis dicht an das Eis heranreichen. Zum Schlußz ist zu alle dem nicht zu unterschätzen der große Vorteil, den eine derartige Gebirgs-Wanderung für den Körper mitbringt. Alles dies zusammen hat in mir den lebhaften Wunsch hervorgerufen, das Schöne und Interessante, was ich auch diesmal in den Alpen gesehen habe, meinen Schülern nicht nur im Unterricht wieder darzubieten, sondern womöglich an Ort und Stelle zu zeigen. Eine einzige derartige Wanderung dürfte lehrreicher für unsere für die Natur so, empfängliche Jugend sein als langjähriger Unterricht in Erdkunde und Botanik. Fand sich stets schon zu den Fahrten an die Wasserkante eine ganze Anzahl Schüler zusammen, warum nicht für eine Alpenfahrt, deren Kosten auch nicht viel erheblicher sein dürften, wie die einer Reise nach Kiel und Hamburg. Sicher würde eine derartige etwa 8— 14 Tage dauernde Wanderung, vielleicht durch die Umgebung des Vierwaldstätter Sees bis zu den erhabenen Schönheiten des Berner Oberlandes— natürlich ohne jede überflüssige und wertlose Klettéerei— jedem Primaner eine bleibende Erinnerung für sein ganzes Leben sein. Ich schließe mit den Wunsche, daß mir eine solche Wandervogeltour mit meinen Schülern einmal vergönnt sein mõöge.
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