Aufsatz 
Die Antikensammlungen des Großherzoglichen Museums in Darmstadt / Ludwig Buchhold
Entstehung
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124 Die Bildwerke und Gipsabgüsse.

den zahlreichen idyllischen Darstellungen aus der späteren Zeit der hellenistischen Kunst zuzurechnen sein.) Friederichs-W. Nr. 1506. De R. Racc. I, 122. R. Abg. 28.

Nr. 42. Sogen. Bacchant, im großen Saal. Original im Louvre. Ergänzt sind Kopf, Teile der Arme und Beine, die Keule, der Baum- stumpf. Darnach ist erst durch die Ergänzungen der Bacchant ent- standen. Bouillon III, Taf. 16, 4. Clarac III, Taf. 276. N. 1640, s. Text Bd. IV, p. 220.

6. Hermes und die Bildwerke der Palästra.

Nr. 26. Hermes Logios(Sog. Germanicus), Hs., Original (Marmor) früher in Rom in den Gärten des Papstes Sixtus V. von Ludwig XlV. angekauft, jetzt im Louvre. Die Statue wurde früher «Germanicus» genannt, weil man die Gesichtszüge des Germani- cus in der Statue erkennen wollte. Allein, wenn der Kopf auch Portrait ist, so ist es doch nicht das des Germanicus, das uns aus anderen Werken bekannt ist. Für die Deutung kommt es auch nicht auf den Kopf, sondern auf die Gestalt, ihre Haltung und die Beigabe der Schildkröte an. Letztere ist cein Attribut, das nur dem Hermes, der die Schildkröte zur Verfertigung der Leier benutzt hatte, zukommt». In der linken Hand hielt die Figur den Heroldsstab, wie aus einer Wiederholung der Darstellung in Villa Ludovisi zu schließen ist. So ist Hermes als Gott der Rede(EPpifs X610⁵α) darge- stellt.«Die ganze Stellung drückt die schärfste Sammlung der Gedanken aus. Darum der feste Stand auf der Sohle beider Füße, darum die leise Senkung des Hauptes, wie Homer es von Odysseus, dem klugen Redner berichtet. Der demon- strierende Gestus der Rechten aber zeigt, daß der Redner gerade im Begriff ist, seine Gedanken darzulegen.»(Friederichs.) Nach der Inschrift auf der Schildkröte(im Gipsabguß schwer lesbar) ist die Statue von Kleomenes, dem Sohne des Kleo- menes aus Athen, verfertigt worden. Aus den Buchstaben- formen schließt man, daß der Künstler nicht vor dem letzten Jahrhundert v. Chr. gelebt habe.

Ergänzt ist der Daumen und Zeigefinger der linken Hand. Baum. D. 678, Abb. 739. Bouillon II, Taf. 36. Brunn D. Nr. 69. Brunn G. gr. K. p. 380. Clarac III, 318, 2314. De R. Racc. I, 69. Friede- richs-W. Nr. 1630. Müller I, 50, 225. Mus. franç. IV, 84. Overbeck II, 444 ff.(Würdigung des Kunstwertes). Overbeck A. S. Nr. 77. Pir. Mus. Nap. IV, 21. Schlie p. 303. Welcker A. K. B., Nr. 50.

Nr. 17. Hermes Agonios(Sog. Antinous), Hs., Original (Marmor), gefunden in Rom, seit Leo X. oder Paul III. im