Aufsatz 
Über Aucassin und Nicolete / von Hugo Brunner
Entstehung
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42 in rascher Folge durch ein unerbittliches Geschick zu früh der Anstalt und den Kollegen durch den Tod entrissen wurden.

Kollege Brede war schon von Februar bis Juni 1880 durch schwere Krankheit an der Erfüllung seiner Amtspflichten gehindert worden. Im Juli war derselbe so weit genesen, dass er wieder in Thätigkeit treten konnte. Leider erwies sich aber die Hoffnung auf volle Wie- derherstellung der Gesundheit als trügerisch. Er erkrankte Ende September von neuem an einem Lungenleiden und erlag der tückischen Krankheit am 19. Jan. d. J.

Einen zweiten schweren Verlust hat die Schule durch den Tod ihres ältesten Elemen- tarlehrers Kothe erlitten. Nachdem noch am 17. September 1880 das gesammte Lehrerkolleg die Freude hatte, den durch die Biederkeit seines Charakters allseitig geliebten Kollegen zu einer 25jährigen ununterbrochenen Thätigkeit an der Realschule zu beglückwünschen und mit ihm diesen Tag durch ein gemeinsames fröhliches Mahl zu feiern, nahm ein schon zu dieser Zeit vorhandenes damals für unbedeutend und vorübergehend gehaltenes Unwohlsein leider sehr bald eine ernstere Wendung. Im Wintersemester konnte K. seine Lehrstunden nicht wieder aufnehmen, es entwickelte sich eine sehr schmerzhafte Krankheit, die keine Besserung mehr erwarten liess. Nur wenige Tage nach dem Ableben Bredes endete ein sanfter Tod seine schweren Leiden am 26. Januar d. J. Das Lehrerkollegium und die Schüler der Verblichenen geleiteten die irdischen Uberreste zur letzten Ruhestätte.

Den Dahingeschiedenen werden die Kollegen, wie die Schüler stets ein liebevolles und ehrendes Andenken bewahren.

Die Sommerferien nahmen am 3. Juli ihren Anfang und dauerten vier Wochen. Der Erinnerungstag der Schlacht bei Sedan wurde auch in diesem Jahre in der herkömmlichen Weise gefeiert. Vormittags nahm die Schule an dem allgemeinen Festzuge durch die Stadt und dem Festakte auf dem Bowlingreen teil, nachmittags wurde ein gemeinschaftlicher Ausflug nach dem städtischen Tannenwäldchen unternommen und abends beteiligten sich die Schüler der oberen Klassen an dem Lampionzug von der Aue nach dem Friedrichsplatze.

Die Herbstferien dauerten wie die Weihnachtsferien 14 Tage und nahmen am 25. Sept. bezw. am 22. Decbr. ihren Anfang. Am 1. December fiel der Unterricht wegen der allgemei- nen Volkszählung aus.

Im Winterhalbjahre erhielten als Confirmanden auf den Wunsch der Eltern Dispensa- tion vom Religionsunterrichte 6 Schüler und zwar: 1 Unterprimaner, 2 Tertianer und 3 Quar- taner.

Den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs feierte die Anstalt durch einen Schulaktus, bei welchem die Festrede von Reallehrer Dr. Ide gehalten, und zu welchem durch ein besonderes Programm eingeladen wurde.

II. Statistisches.

A. Die Schüler. Uber die Schülerfrequenz giebt die nachfolgende Ubersicht Auskunft.