Aufsatz 
Über Aucassin und Nicolete / von Hugo Brunner
Entstehung
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zu beschaffen war, so mussten die Klassen 3a und 3 b eingehen. Hiernach war nur eine neue Lehrkraft erforderlich. Mit der Versehung der neuen Stelle wurde Kandidat Quiehl be-

auftragt.

Carl Quiehl, geb. am 23. Jan. 1857 zu Rawitsch, evang. Konfession, besuchte die Realschule I. O. zu Rawitsch, nach bestandener Maturitätsprüfung die Universitäten zu Berlin und Kiel. Nachdem er sich dann längere Zeit in Paris, Genf und London aufgehalten hatte, bestand er am 1. März 1879 die Prüfung pro facultate in Kiel und genügte sodann in seiner Vaterstadt der Militärpflicht. Am 1. März 1881 wurde er von der Universität Kiel auf Grund der Abhaudlung:Der Konjunctiv in den ältesten französischen Sprach- denkmülern, sowie einer Prüfung und öffentlichen Disputation zum Doktor der Philosophie promoviert.

Geieheer trat Dr. Saenger von der bisher versehenen Lehrerstelle zurück, blieb jedoch an der Anstalt zur Vollendung seines Probejahres. Nach Ablauf des Sommerhalbjahres wurde ihm das vom K. Prov.-Schulkollegium über das Probejahr ausgefertigte Zeugnis eingehändigt. Von da an erteilte er noch in einigen Stunden aushülfsweise Unterricht.

Mit Versehung der von Ostern ab offen gewordenen Stelle wurde der Candidat Mer- kelbach beauftragt.

Wilhelm Merkelbach, geb. am 27. Septbr. 1855 zu Grenzhausen(Unterwesterwaldkreis), evange- lischer Konfession, studierte nach Absolvierung des Realgymnasiums zu Wiesbaden auf den Universitäten zu Marburg und Leipzig und bestand die Prüfung pro facultate docendi zu Marburg am 15. November 1878. Vom Februar 1879 bis dahin 1880 absolvierte er sein Probejahr an der Realschule I. O. zu Kassel. Am 24. Febr. 1881 erhielt er von der Universität Marburg auf Grund bestandener Prüfung und der Abhandlung: Uber Rollkurven, die von einer Geraden eingehüllt werden die philosophische Doktorwürde.

Von den Sommerferien ab wurde von K. Prov.-Schulkollegium der Kandidat Wilh elm Gund- lach aus Breitenbach am Herzberg der Anstalt zur Ableistung seines Probejahres zugewiesen.

Durch Verfügung des Herrn Ministers vom 6. November wurden die ordentlichen Leh- rer Feitel, Dr. Kessler und Stern zu Oberlehrern befördert.

Der beauftragte Lehrer Hugo Brunner wurde auf Grund bestandener Prüfung und AbhandlungUber Aucassin und Nicolete von der Universität Halle durch Diplom vom 5. März 1881 zum Doktor der Philosophie promoviert.

Die beauftragten Lehrer Dr. Brunner und Junghans wurden durch Bestallungsur- kunde v. 11. Nov. 1880 zu ord. Lehrern ernannt.

Das Lehrerkollegium bestand hiernach aus: 1) dem Direktor: Prof. Dr. Buderus; 2) den Oberlehrern: 2. Röse, 3. Dr. Ackermann, 4. Feitel, 5. Dr. Kessler, 6. Stern; 3) den Reallehrern: 7. Credé, 8. Dr. Hasselbaum, 9. Seibt, 10. Dr. Ide, 11. Dr. Brun- ner, 12. Junghans;: 4) den wissenschaftlichen Hülfslehrern: 13. Dr. Quiehl, 14. Dr. Merkelbach, 15. Dr. Sänger, 16. Heinemann, 17. Bach; 5) dem Probekandidaten: 18. Gundlach; 6) den technischen Lehrern: 19. Schreiblehrer Jäger, 20. Zeichenlehrer Müller; 7) den Flementarlehrern: 21. Kothe, 22. Heidenreich, 23. Schellhas, 24. Grün, 25. Markert, 26. Laus, 27. Eberhard, 28. Deiss, 29. Brede; 8) den ausserordentlichen Lehrern: 30. Boppenhausen für Turnen, 31. Kaplan Hoffmann, 32. Nau für katholischen, 33. Dr. Stein für israelitischen Religionsunterricht.

In den Monaten Mai und Juni machten die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Ordinarien Nachmittagsspaziergänge, später auch einige Turnabteilungen Ausflüge von einem ganzen Tage unter Begleitung ihrer Turnlehrer.

Im Laufe des Sommers machte bei einzelnen Lehrern der Gesundheitszustand, bei an- deren die Einberufung zu militärischen Ubungen mehrfache Vertretungen nötig. Im Winter- semester war dies in erhöhtem Masse der Fall, indem zwei Lehrer, Brede und Kothe, zuerst dauernd durch Krankheit an der Ausübung ihrer Berufsthätigkeit verhindert waren, dann beide

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