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von der Gewalt, die alle Wesen bindet, und dem göttlichen Gesetz in unserem Busen zu folgen, dem unser besseres Selbst zustimmt.»Das Leben ist der Güter höchstes nicht, der Ubel größtes aber ist die Schuld,« dies Schlußwort der»Braut von Messina- kennzeichnet den ethischen Idealismus, der Schillers tragische Dichtung beherrscht.
Wir haben gesehen, wie sehr die einheitliche, geschlossene Weltanschauung des Dichters seine späteren Dramen hinsichtlich der künstlerischen Form und des geistigen Gehaltes beeinflußt hat. Hieraus erhellt die Bedeutung seiner philosophischen Studien, durch die er diese befreiende Kunst- und Lebensanschauung gewann. Sie brachten seine Vorbereitung auf den Dichterberuf zum Abschluß und führten ihn als Menschen und Künstler zu innerer Ruhe, Klarheit und Reife; so wurde er fähig, klassische Kunstwerke zu schaffen, die nach Stil und Gehalt der Ausdruck einer»veredelten, zur reinsten Menschheit hinaufgeläuterten« Persönlichkeit sind.
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