41
zu erkennen ist.(In Ravenna befindet sich an der ent- sprechenden Stelle entweder ein Kreuz oder ein Mono— gramm.) Das östliche Seitenschiff wird kein direktes Licht erhalten haben, da der jetzt noch stehende Mauerrest keine Spur von Fenstern zeigt und an dieser Seite das Atrium Trichorum und Kirche verband.
Der Hauptschmuck des Innern war ein grosser Ge-— mäldecyklus, den ebenfalls Ernoldus Nipellus beschreibt. Der geeignetste Platz hiefür waren die Wände des Mittel- schiffes, also eine ähnliche Anordnung wie in Ravenna (Fig. 6). In den Mittelschiff- 3 hochwänden sind über den 4 Seitenschiffdächern die Fenster anzunehmen, und sehr wahr- scheinlich sind die aufgefundenen kleinen Kämpfer Teile dieser Fenster. Die Abbildung(Fig. 22) zeigt die Verwendung dieser Kämpfer,(solche sind in oben angeführtem Rekonstruktions- versuch zur Unterstützung von Holzbalken angenommen) und zwar die Schmalseite derselben gegen vorn gerichtet und die Länge zur Aufnahme der Mauer- stärke bestimmt. Eine Säulen- eoeerioecpers Landerd hie basis mit angearbeitetem Schaft-(Rekonstruktion.) stück ist ebenfalls unter den Einzelne Stücke im Museum zu Mainz. Fundstücken. Die Abmessungen ergeben passende Dimen- sionen. Eine grosse Last brauchte der Kämpfer und die kleine Säule nicht aufzunehmen, erstere konnte durch einen Blendbogen abgenommen werden.
Unterlden in der Abbildung von 1550 sichtbaren Fenstern können entweder solche Doppelfenster gemeint sein, von welchen in dem rohen Holzschnitt nur die Blend- bogen angegeben wurden, oder aber waren die Doppel-


