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Sammlungen ſprechen, können wir ſie übergehen. Ebenſo kleine Sammlungen von Bildern, d. h. meiſtens Litho⸗ graphien, von Landkarten, Städteplänen u. ſ. w.
Genauer zu beſprechen iſt noch das Sammeln von Münzen. Sie können nicht auf dem rüſtigen Wege wie jene Naturgegenſtände erworben werden; es iſt darum gut, wenn nur ſolche Knaben dieſer Liebhaberei huldigen, die ſonſt im Leben friſch und kräftig ſind. Aber haben Knaben in einfachen Verhältniſſen die Mittel dazu? Und in welcher Beziehung ſtünde eine ſolche Sammlung mit irgend einer Kunſt oder Wiſſenſchaft? Welche Nahrung könnte alſo der Geiſt des jugendlichen Sammlers aus dieſer Beſchäftigung ziehen?
Die hierzu nöthigen Mittel, Geldmittel nämlich, ſind nicht ſehr bedeutend, nicht größer als bei andern Arten von Sammlungen; ein oder zwei Gulden jährlich reichen für den Anfang zu einer anſehnlichen Vermehrung hin; denn Knaben brauchen keine großen, vielgeltenden Münzen zu ſammelu; Kupferſtücke und kleine Silberſtücke leiſten ihnen dieſelben Dienſte. Iſt die Sammlung einmal in ordentlichem Gange und ſieht man, daß der Knabe ſie auch zu einer Art von Studium benutzt, ſo können ihm dazu vielleicht allmählich größere Mittel zu Gebote geſtellt werden; auch ſind dann Geſchenke, z. B. von unſern Frankfurter Geſchichtsthalern, angewandt.
Mit Erwähnung dieſer letzteren haben wir uns der Beantwortung der zweiten oben aufgeworfenen Frage genähert: es iſt die Wiſſenſchaft der Geſchichte, insbeſondere auch der Kulturgeſchichte und Kunſtgeſchichte, mit welcher das Sammeln von Münzen in Verbindung ſteht.
Ich ſelbſt zeige ſeit vielen Jahren beim Geſchichtsunter⸗ richte Münzen vor, und ich denke damit nichts Vergebliches
Mittlere Bürgerſchule. 3


