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ſuchte zu erfahren, welchem Lande die einzelnen Stücke an⸗ gehören und was die Abkürzungen bedeuten; und ſo mehrte ſich mit der Sammlung auch die Kenntniß. Beides iſt im Laufe der Zeit recht bedeutend geworden. Und nicht nur Kenntniß der Münzen hat er erworben, ſondern auch, ob⸗ gleich ſein Beruf dazu durchaus in keiner Beziehung ſteht, Kenntniß der Geſchichte.
Aehnlich können es auch jetzt Knaben anfangen. Ob die Sache ebenſo ihren Fortgang hat, das hängt zum Theil von den Lebensführungen ab; vorerſt wird nicht darnach ge⸗ fragt. Bei Perſonen, die viel kleines Geld einnehmen, wie Bäckern, Metzgern, Bierbrauern, Kleinhändlern, findet ſich immer manche nicht ſo alltägliche Kupfer oder kleine Silber⸗ münze, etwa ein Hamburger Schilling mit den drei Thür⸗ men, ein Würzburger Groſchen mit dem heiligen Kilian, ein Groſchen mit den ſeltſamen Zügen des Kaiſers Leopold I. oder den bedeutenden des bairiſchen Kurfürſten Max Emanuel, eine fürſtlich primatiſche Münze mit dem Rad im Schilde, eine meſtphäliſche von Hieronymus Napoleon, ein Nürnberger Stadtkreuzer, ein ungariſches Sechskreuzerſtück von 1849 mit „Hat Crajczar“, u. ſ. w.
Der Sammler muß aber, dies iſt hier ernſtlich zu wiederholen, nicht bloß aufſpeichern, ſondern die Münzen auch kennen lernen. Dazu bedarf er der Anleitung. Dieſe wird ihm in vielen Fällen ein Lehrer geben können. Am beſten aber iſt es, wenn er ſelbſt ſo viel als möglich heraus⸗ zuleſen verſucht; erſt dann verdient er recht die gewünſchte Hülfe. Wer Latein lernt, iſt allerdings hierbei im Vor⸗ theil; derjenige, bei dem dies nicht der Fall iſt, muß ſich eben nach und nach, wie es ja auch der Botaniker thut, ſo viel Kenntniß dieſer Sprache erwerben, als er für ſeinen Zweck braucht. Einige öfter vorkommende Abkürzungen,


