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c) Klassen⸗Elternabende.
Außer den gemeinsamen Elternabenden fanden dann eine Anzahl von Klassen- elternabenden statt, in denen vom Klassenleiter die Angelegenheiten und der Stand der einzelnen Klassen besprochen wurden, während der Direktor jedesmal das Bild der Klasse in Beziehung zu den Forderungen der ganzen Anstalt brachte:
1. 928. 5. 24. Klassenelternabend für Untersekund a, Leitung: Der Direktor, 2. 25. 6. 24. kKlassenelternabend für Quarta, Leitung: Dr. Gerber, 3. S. 9. 24. klassenelternabend für Sexta, Leitung: Braunwart,
4. 15. 9. 24. Klassenelternabend für Unterterti a, Leitung: Ost,
S5. 2. 10. 24. klassenelternabend für Untersekund a, Leitung: Der Direktor, 6. 23. 1. 25. Klassenelternabend für Quarta, Leitung: Dr. Gerber, 7. 4. 2. 15. Klassenelternabend für Untersekund a, Leitung: Der Direktor, 8. 27. 3. 25. klassenelternabend für Untertertia, Leitung: Ost.
d) Elternbesuche.
Die Eltern suchten die Schule recht häufig auf, um sich über Leistungen, Fortschritte, Betragen, Fleiß und Berufswahl mit dem Direktor und den einzelnen Lehrern zu besprechen. Und doch sind wir Lehrer noch nicht zufrieden und wün schten eine noch Stärkere Ausnutzung der Sprechstunden. Immer wieder müssen wir die irrige Ansicht bekämpfen, diese häufigen Elternbesuche seien uns lästig, immer wieder hören wir die unsinnige, beschämende Befürchtung, durch offene Rücksprache könne man den Lehrer verstimmen und dem Kinde schaden, immer wieder müssen wir feststellen, daß manche Eltern aus den erwähnten nichtigen Gründen, oder gar aus Bequemlichkeit und Interessenlosigkeit trotz Aufforderung und trotz des dringlichen Bedürfnisses von der Sprechstunde zu wenig oder gar keinen Gebrauch machen.
Wie manche irrige Anschauung über Schule und Schulverhältnis, wie manche kleine Verdrießlichkeiten und Unstimmigkeiten werden draußen herumgetragen und erst nach Wochen oder Monaten beseitigt, wenn sie zuf ällig zu unserer Kenntnis kommen, anstatt daß die Eltern sofort zur Schule gehen und sich Aufklärung holen. Ja das Unterlassen solcher Rücksprachen greift zuweilen verhängnisvoll in das Leben des Kindes und seine Entwick- lung ein, und das Kind hat dann schuldlos an den Versäumnissen und an der Bequem- lichkeit derjenigen zu tragen, die für das Kind die Verantwortung haben. Der gute Wille der ElItern muß sich dem guten Willen der Schule zugesellen; dann wird die Schule in harmonischer Zusammenarbeit mit den Eltern ihre großen und verantwortungsvollen erzieherischen und wissenschaftlichen Auf- gaben erfüllen können.


