Aufsatz 
Die Feier des fünfzigjährigen Jubiläums des Königlichen Realgymnasiums zu Wiesbaden am 30. und 31. Mai und 1. Juni 1895 / von H. Breuer
Entstehung
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Dr. Kühn, Professor; Leifs, Professor; Dr. Mahlinger, wissenschaftl. Hülfslehrer: Marburg. Rentner; Moritz. Buchhändler; Dr. Pfeiffer, Finanzrat; C. Philippi, Fabrikant; Dr. Ruppel, Oberlehrer; Usener, Oberlehrer; Vogelsberger, Oberingenieur; Weber, Real- gymnasiallehrer; Dr. Wickel. Oberlehrer; Willett. Architekt; sämtlich aus Wiesbaden Ferner Dr. Frankenbach, Realschuldirektor in Liegnitz; Dr. Hoffmann, Fabrikdirektor in Main kur b. Frankf.; Dr. G. Krebs, Professor in Frankfurt a. M.; Dr. Merkelbach, Oberlehrer in Cassel; Dr. Müller, Oberlehrer in Frankfurt a. M.; Dr. Rudio, Professor in Zürich; Schultz, Forstmeister in Caub; Dr. Seyberth, Chemiker in Höchst; Stritter, Realschul- direktor in Biebrich; Usener, Regierungs- und Baurat in St. Johann.

In Aussicht genommen wurde:

a) eine Vorfeier, bestehend in einem Turnspiel und einer Festaufführung der Schüler, darnach gemütliches Beisammensein und Begrüfsung der Gäste,

b) die Hauptfeier mit Festgottesdienst, Festakt, Festessen und einem von dem Komite früherer Schüler zu veranstaltenden Kommers,.

c) eine Nachfeier mit Rheinfahrt zum Niederwald.

Auſserdem sollten die auswärtigen Festteilnehmer Gelegenheit haben der Vorstellung einer schönen Oper im Königl. Theater, sowie einem Kurgartenfeste mit Feuerwerk beizuwohnen; gewils ein reichhaltiges Programm, das aber den Vorteil hatte, jedem etwas zu bieten.

Da der eigentliche Geburtstag der Anstalt auf den 10. April fiel, die Osterzeit aber ohne- hin durch vielfache Arbeiten der Lehrer und Schüler sehr in Anspruch genommen ist, auch die Jahreszeit zum Reisen der Gäste wenig geeignet schien und zudem die schöne Kurstadt Wiesbaden und Umgebung gerade zu dieser Zeit wenig pietet, so stellte das Lehrerkollegium im Einver- ständnisse mit dem Festkomite beim Königl. Provinzial-Schulkollegium den Antrag, das Fest auf den Beginn der Pfingstferien, den 31. Mai, verlegen zu dürfen, was durch Verfügung vom 4. Februar bereitwillig genehmigt wurde. Zugleich wurden durch Verfügung vom 23. Februar 700 Mark zu den Kosten der Feier aus den Fonds der Anstalt bewilligt.

So konnte mit Mulse alles ins Werk gesetzt werden, und bald begann allenthalben ein emsiges Treiben. Das Komite tagte etwa alle 14 Tage und erwählte nach und nach die ein- zelnen Ausschüsse: für die Presse und Drucksachen die Herren Redakteur van der Bruck und Prof. Dr. Kühn, für das Rechnungswesen die Herren Obl. Metzer und Bankier Berlé, für das Festessen Herrn Obl. Dr. Ruppel, für den Kommers Herrn Architekt Willett, für die Feier im Kursaal den Unterzeichneten, für die Festvorstellung der Schüler die Herren Prof. Leifs und J. Weber, für den Wohnungsausschufs Herrn Weinhändler Brunn, für die Rheinfahrt und das Niederwaldfest die Herren Direktor Stritter, Obl. Dr. Wickel, Dr. Diehl und Dr. Mahlinger.

Die besondere Einladung der Ehrengäste und Korporationen übernahm der Unterzeichnete, die der alten Schüler und Freunde Herr Prof. Dr. Kühn und Obl. Dr. Fries, den Empfang der auswärtigen Gäste Herr Obl. Dr. Fries und die jüngeren Kollegen, die sich auch den vielfachen Schreibereien gerne unterzogen. Die Beschaffung der Musik zum Begrüfsungsabend, Festessen, Kommers und zu der Niederwaldfahrt nebst Festliedern wurde Herrn Weinhändler Brunn und den Kollegen von Biebrich übertragen, doch leistete bei allem diesem auch unser ehemaliger treuer Pedell, Herr Giegerich, treffliche Dienste. Dals vom Empfangskomite, welches an