Aufsatz 
Versuch einer populären Darstellung der Hauptlehren der mathematischen Geographie
Entstehung
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Zur Statiſtik.

Das Kuratorilum beſteht aus den Herren: 1. Bürgermeiſter Waterloo, 2. Pfarrer Müller, 3. Rektor Dr. Pähler, 4. Kaufmann A. Bollentin, 5. Uhrmacher J. Breidling, 6. Kauf⸗ mann Jakob Flügel, 7. Rentner J. B. Löhr. Die drei erſten ſind ſtändige, die vier letzten wech⸗ ſelnde Mitglieder.

Das Lehrerkollegium beſteht aus den Herren: 1. Rektor Dr. Pähler, 2. Heinrich Breuer, Oberlehrer, 3. Dr. Joh. Joſ. Hub. Iltgen, ordentlicher Lehrer, 4. J. P. Schmit, ordent⸗ licher Lehrer, 5. Dr. Fr. Joſ. Wahle, ordentlicher Lehrer, 6. Anton Eyſert, kath. Religionslehrer, 7. Auguſt Franken, wiſſenſchaftlicher Hülfslehrer. 8. Fr. Joſ. Groos, ordentlicher Etementarlehrer, 9. Pfarrer Weckerling, epang. Religionslehrer. 10. Die Turnübungen(Freiübungen und Exerciren) leitete im Sommer 1870 der Bezirksfeldwebel Mann zu Montabaur; die Leitung der Geräthe⸗ üͤbungen wurde vom Pr. Iltgen bereitwilligſt übernommen.

Die Schüler. Von den 118 Schülern, die im Winterſemeſter 18%0 der Anſtalt an⸗ gehörten, gingen Oſtern 1870 17 ab; ſomit blieb Beſtand 101¼ Sch. Neu aufgenommen wurden mit Beginn des abgelaufenen Schuljahres 34 Schüler, ſo daß die Frequenz der Anſtalt im Som⸗ merſemeſter 1870 auf 135 Sch. ſtieg, während im Winterſemeſter im Ganzen 136 Schüler das Progymnaſium beſucht haben. Von dieſen waren 122 katholiſcher, 11 evangeliſcher, 3 jüdiſcher Koufeſſion. 60 Knaben ſtammten aus Montabaur, 76 von Auswärts. Exlaß des Schulgeldes, welches nach wie vor für Vi. und V. 8 Thaler, für 1V. 10, für IM. und 11. 12 Thaler beträgt und für die zu errichtende 1. 15 Thaler betragen wird, iſt vom Gemeinderathe auf Antrag des Kaatoriums 10 Schülern bewilligt worden.

IV. Chronik der Anſtalt.

Das Schuljahr 18% bezeichnet einen bedeutenden Fortſchritt in der Entwickelung der Anſtalt. Dieſe Zeit, ſo großartig in ihren Erfolgen, ſo herrlich in ihren Wirkungen für unſer ganzes deutſches Vaterland, hat auch dem engen Kreiſe unſerer Schule des Guten viel gebracht. Das Lehrerkollegium darf auf das verfloſſene Jahr einen deſto freudigeren Rückblick werfen, weil in ihm der aufzuführende Bau ſo erheblich weiter geführt worden iſt, daß wir der endlichen Krönung desſelben jetzt mit Sicherheit entgegen ſehen können.

Da zu Oſtern 1870 an die Gymnaſial⸗Unterſekunda eine mit jener tombinirte Oberſe⸗ kunda angeſetzt wurde, ſo war die äußere Organiſation des Progymnaſiums als durchgeführt zu betrachten. Doch bedurfte es zur Exlangung der beſonderen Rechte vollſtändiger Progymnaſien einer außevordentlichen Reviſion, welche im vorigen Sommerſemeſter durch den Herrn Provinzial⸗ Schulrath Pr. Rum pelaus Caſſel vorgenommen worden iſt. Nachdem derfelbe am Samſtag den 28. Mai 1870 in Montabaur eingetroffen, wohnte er am 30. und 31. Mai und am 1. Juni dem Unterrichte in allen Klaſſen, in der Sekunda auch in allen Fächern bei, revidirte die Hefte ſämmtlicher Schüler, die Klaſſenbücher, die Protokolle der Lehrerkonferenzen, die Lehrer und Schüler⸗ bibliothek, die mathematiſch⸗naturwiſſenſchaftlichen Sammlungen, das Archiv u. ſ. w. und verſam⸗

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