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Selectenſchule, ernannt, und dieſe Ernennung durch Erlaß des Königlichen Provinzial⸗Schul⸗ collegiums zu Kaſſel vom 24. December 1872 beſtätigt.
Wilhelm Mardner wurde geboren am 7. Januar 1841 zu Bellingen im ehemaligen Herzogthum Naſſau, empfing bis zu ſeinem 16. Jahre den Unterricht ſeines Vaters, beſuchte dann 3 Jahre das Seminar zu Montabaur und belleidete darauf 2 Jahre lang eine Lehrer⸗ ſtelle zu Kelkheim im Regierungsbezirk Wiesbaden. Dann beſuchte er zu ſeiner weiteren Aus⸗ bildung während 2 Semeſter die Univerſität München, von wo er zur Uebernahme einer Lehrer⸗ ſtelle an der hieſigen katholiſchen Mädchen⸗Volksſchule berufen wurde. Da jedoch die damalige Behörde in ſeinem verwandtſchaftlichen Verhältniſſe zum Oberlehrer der genannten Schule ein Hinderniß zu ſeiner definitiven Anſtellung daſelbſt erblickte, ſo fand er von Oſtern 1865 ab an der Selectenſchule als ſtändiger Hilfslehrer Verwendung. Im Februar 1866 beſtand er das Examen, welches zum Behufe der Anſtellung an den hieſigen katholiſchen Schulen dahier abge⸗ halten wurden, ebenſo im Oktober 1872 das Examen pro schola et rectoratu. Durch Be⸗ ſchluß Hochlöblichen Magiſtrats vom 4. Oktober 1872 wurde er zum ordentlichen Lehrer an den ſtädtiſchen Schulen ernannt und zunächſt der Selectenſchule zugewieſen. Dieſe Ernennung er⸗ hielt unterm 24. Dezbr. 1872 die Beſtätigung des Königlichen Provinzial⸗Schulcollegiums zu Kaſſel.
Julius Rack, geboren am 27. Juli 1845 in dem vormals naſſauiſchen, jetzt großherzoglich heſſiſchen Orte Dornaſſenheim, beſuchte von 1861 bis 1864 das Lehrerſeminar zu Montabaur, wirkte vom 1. Mai 1864 bis 1. Oktober 1865 in Fiſchbach, vom 1. Oktober 1865 bis Sep⸗ tember 1868 in Dornaſſenheim und von da an als proviſoriſcher Hilfslehrer an der Selecten⸗ ſchule dahier, bis er durch Magiſtratsbeſchluß vom 4. Oktober als ordentlicher Lehrer an den ſtädtiſchen Schulen dahier, zunächſt in Verwendung an der Selectenſchule, angeſtellt und unter dem 24. December von dem Königlichen Provinzial⸗Schulcollegium zu Kaſſel beſtätigt wurde.
Joſeph Theodor Thévenot, geboren 1829 zu Illkirch im ehem. Dep. Nieder⸗ Rhein, erhielt ſeine Schulbildung zu Delle, Vienne und Grenoble, ſeine wiſſenſchaſtliche Ausbildung in Paris und ſpäter an der Akademie zu Straßburg, woſelbſt er ſeine Staats⸗ examina abſolvierte. Durch miniſterielles Decret wurde er zum Lehrer an einer höheren Knaben⸗ ſchule zu Schlettſtadt ernannt, welche Stelle er von 1848 bis 1851 bekleidete; er unterrichtete hierauf in England, ſpäter in mehreren Lehranſtalten Deutſchlands, beſchäftigte ſich zu gleicher Zeit mit literariſchen Arbeiten(La Suisse 3 V., le Rhin et ses Bords 2 V.— G. G. Lang Darmſtadt—, Nouveau Dictionnaire de la Langue Verte, etc.) trat 1854 als Lehrer ſeiner Mutterſprache in das Haſſel'ſche Inſtitut, iſt ſeit 1863 an der Selectenſchule thätig und wurde am 15. Oktober 1872 zum ordentlichen Lehrer an den ſtädtiſchen Schulen dahier,


