Aufsatz 
Zum vierhundertjährigen Geburtstage Philipps des Großmütigen : Rede, gehalten am Königlichen Gymnasium zu Rinteln am 12. November 1904 / von ... Braunhof
Entstehung
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Am 23. Dezember wurde der Unterricht vor den Weihnachtsferien mit einer ge- meinsamen Weihnachtsandacht geschlossen.

Am 27. Januar vormittags fand in der Aula ein sehr zahlreich besuchter Schulakt zur Peier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Maj. des Kaisers und Königs statt mit Schriftverlesung, Deklamationen und Gesangsvorträgen der Schüler. Die Festrede hielt der Professor Dr. Haesecke über die Macht des Persönlichen mit Bezug auf die drei Hohenzollern Kaiser Wilhelm IJ., Friedrich III. und Wilhelm II.

Am 18. Februar veranstaltete der Schülerturnverein ein öffentliches Schau turnen in den Sälen des Ratskellers. Die zum Teil sehr guten Leistungen besonders im Sprung und am Reck fanden den lebhaftesten Beifall der sehr zahlreich erschienenen Zuschauer. Von dem Reinertrag wurden 30 Mk. zur Ausstattung eines Schülertrommlerkorps verwandt.

Am 4. März veranstaltete die Schule im grossen Saale des Abendvereins eine öffentliche musikalische Abendunterhaltung. Zu diesem Zwecke hatten die musikalischen Schüler ein kleines Orchester gebildet, welches unter der Leitung eines Obersekundaners den Priestermarsch aus Mendelssohns Athalia und die OQuverture zu Dichter und Bauer von Suppé zur Aufführung brachte. Dazu spielte ein Obersekundaner 2 Geigen- und ein Oberprimaner 2 Pistonstücke. Der gemischte Chor unter Leitung des Gesanglehrers Pfetzing trug die Chöre der melodramatischen DichtungTreue(mit verbindendem Text) von Johannes Weber, komponiert von C. Lorenz, vor. Die Auf- führung war sehr gut besucht und fand den lebhaftesten Beifall. Von der Gesamtein- nahme 182,35 Mk. wurde der Reinertrag mit 114,60 Mark zur Ausstattung eines Trommlerkorps verwandt.

Die schriftliche Reifeprüfung der 11. Oberprimaner fand vom 6. bis 10. Februar statt, die mündliche Prüfung am 7. März unter dem Vorsitze des Herrn Provinzial-Schulrat Dr. Baier aus Kassel. Alle Prüflinge erhielten das Zeugnis der Reife und zwar fünf mit der Auszeichnung gänzlicher Befreiung von der mündlichen Prüfung.

Die Ansprachen bei den Kaisergedenkfeiern wurden in der üblichen Weise bei der gemeinsamen Morgenandacht gehalten.