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theile über daſſelbe erhalten hatte). Wohnten die Chatten aber vor, d. h. im Weſten und Südweſten des Thüringer Waldes; ſo können ſich ihre Wohnſitze nicht bis zur Saale, wenigſtens nicht bis zur unteren Saale, wo das jetzige Halle liegt, erſtreckt haben, und jener merkwürdige und blutige Kampf, von welchem Tacitus erzählt, daß er zwiſchen Chatten und Hermunduren einiger Salzquellen wegen Statt gefunden habe), kann alſo nicht durch die halliſchen, ſondern wird— dafür ſpricht die größere Wahrſcheinlichkeit— durch fränkiſche Salzquellen veranlaßt worden ſein. Der Grenzfluß iſt wohl die fränkiſche Saale; die Salzwerke mögen die von Kiſſingen ſein). Die Hermunduren gehörten aber, nach der oben theilweiſe angeführten Stelle des Strabo), zu den Sueven, deren Wohnſitze ſich zu dieſer Zeit in dem ſüdlichen Germanien befanden. Die Hermunduren wohn⸗ ten alſo im Norden der Donau; ſie waren die Erſten, auf welche man ſtieß, dem Laufe dieſes Stromes folgend. Sie waren das einzige germaniſche Volk, das, den Römern vertrauend, bis in die Provinz Rhätien Handel trieb’). Wir bemerkten bereits, daß die Hermunduren früher an, ſelbſt jenſeits der Elbe wohnten“); allein ſie zogen aus dieſen Gegenden hinweg und ließen ſich nieder in dem weiten Thale der Donau. Nach Tacitus freilich entſpringt in ihrem Lande die Elbe“); jedoch auch dieſes kann nur von ihren frühern Wohnſitzen gelten.
Unſer Geſchichtſchreiber erwähnt von andern deutſchen Wäldern und Gebirgen, außer dem Abnoba, noch des Taunus, des cäſiſchen und des Teutoburger Wal⸗ des.— Bei ihren Feldzügen gegen die Chatten pflegten die Römer zum Behufe eines ſichern Rückzuges den Taunus zu beſetzen), und da ihre Heereszüge
73) Annal. XII, 28. IIli(sc. Chatti) metu, ne hinc Romanus, inde Cherusci, cum quis aeternum discordant, circumgrederentur, legatos in urbem et obsides misere.
74) Annal. XIII, 57. Eadem aestate(a. 58 p. Chr. n.) inter Hermunduros Chattosque certatum magno proelio, dum flumen, gignendo sale fecundum et conterminum, vi trahunt.
75) Germania, cap. 41, erläutert von Dilthey, S. 255.
76) Libr. VII,§. 3. cap. 1.
77) Germania, cap. 41. Propior(ut, quomodo paulo ante Rhenum, sic nunc Danubium sequar) Hermundurorum civitas, fida Romanis: eoque solis Germanorum non in ripa commercium, sed penitus, atque in splendidissima Rhaetiae provinciae colonia.— Rhätien iſt hier in einem weiteren Umfange genommen, in welchem es auch Vinde⸗ licien begreift. Hier fand ſich die Hauptſtadt dieſer Länder, die splendidissima colonia, nämlich Augusta Vindelicorum, das jetzige Augsburg.
78) Vellej. Paterc. II, 106. Flumen Albis, qui Semnonum Hermundurorumque fines
raefluit.
Pergl. Anmerk. 46.
80) Annal. I, 56 et XII, 28. Positoque castello super vestigia paterni praesidii in monte Tauno, expeditum exercitum(Germanicus) in Chattos rapit.— At(Romani), qui dextris et propioribus compendiis ierant, obvio hosti(Chattis) et aciem auso,
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