Aufsatz 
Die geognostischen Verhältnisse der Umgegend von Frankfurt a.M
Entstehung
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denn auch in den abgelagerten Schichten jener Zeit alle dieſe drei Arten Thiere vertreten ſind. Am leichteſten erklärlich ſind die Maſſen von Brackwaſſerthieren an den das Main⸗ thal umgebenden Höhen, welche die Küſten des Sees waren; wie z. B. um das Todtliegende bei Vilbel herum, welches während dieſer Zeit durch vulkaniſche Kräfte gehoben, plötzlich als Inſel oder Halbinſel aus dem Waſſer herausragte und dadurch der Entwickelung von Millionen von Litorinellen ꝛc. ſehr förderlich war. Bei allmählich ſtärker werdendem Abfluß wurden die höher gelegenen Theile des Bodens trocken gelegt, zuerſt die Wetterau, deren ſchlammiger, fetter Boden bald eine üppige Vegetation hervorrief, wovon die Reſte noch in den dortigen Braunkohlenflötzen zu finden ſind. Dieſe wurden dann ſpäter durch die flüſſigen Baſalt⸗ ſtröme von der Höhe des Vogelsbergs überlagert, oder auch auf ſchon vorhandene Baſaltlager aufgeſchwemmt, wie es uns die Lagerungsverhältniſſe der Braunkohlen deutlich zeigen werden.

In den tieferen Theilen des Beckens, dem jetzigen Mainthal, blieb das Waſſer länger ſtehen und ſetzte dort die mächtigen Kalkſchichten ab, die zum größten Theil aus den Gehäuſen verſchiedener Schalthiere, beſonders einer ſehr kleinen Schneckenart, der Litorinella, beſtehen. Dieſe mit der Zeit faſt zum reinen Süßwaſſerſee gewordene Waſſer⸗ maſſe mag noch ſehr lange geſtanden haben, wie die hoch über dem Niveau des Mains ſich findenden beträchtlichen Ablagerungen von Löß und Gerölle beweiſen.

Die Tertiärformation unſerer Gegend läßt ſich nun, obgleich nicht ſtets mit großer Schärfe, in verſchiedene Abtheilungen zerlegen, welche, ihrem Alter nach geordnet, von unten anfangend, in Folgendem aufgeführt werden ſollen.