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Melaphyr, welches auch die Felsblöcke im Main bildet. Derſelbe iſt ein ziemlich dichtes, oft feinkörniges Gemenge von Labrador und Augit, mit häufigen Blaſenräumen und Mandeln, das Ganze von grünlich grauer, oft brauner Farbe. Bei der Kaiſer⸗Ley ſteht nur ſehr wenig davon an, größere Maſſen findet man als Grundlage des Todtliegenden bei Dietzenbach, ſowie auch bei Ortenberg und Büdingen am Abhange des Vogelsberges.
Von Verſteinerungen kennt man im Todtliegenden nur verkieſeltes Holz, im Vilbeler Wald, bei Langen und im Mainbett vorkommend.
Hier dürfte wohl auch der geeignete Ort ſein, ein Wort über die Wahrſcheinlichkeit des Vorkommens von Steinkohlen in Frankfurts Umgegend zu ſagen, eine Frage, die ſchon oft aufgeworfen wurde, und die von großer Wichtigkeit iſt, denn die Entdeckung eines reichen Steinkohlenlagers würde der ohnehin ſchon regen Induſtrie unſerer Gegend einen mäch⸗ tigen Aufſchwung geben können.
Die Steinkohlenformation iſt die älteſte des Flötzgebirges und lagert alſo unter dem Todtliegenden. Ihre Grundlage bildet meiſtens die Grauwacke. Nur wo dieſe Geſteine auf⸗ treten, hat man Hoffnung auf Steinkohlen. Nun kommt aber bei uns aus der Grauwacke nur eine Abtheilung vor, nämlich der Taunusſchiefer und der Quarzfels des Taunus; beide liegen zu Tage, haben alſo keine Schicht über ſich, die Steinkohlen enthalten könnte. Das Todtliegende tritt ebenfalls an verſchiedenen Stellen unſerer Umgegend auf, aber, wie oben angegeben, kennt man an mehreren Orten als Unterlage desſelben den Melaphyr, ein bei weitem älteres Geſtein, wodurch wieder das Vorkommen von Steinkohlen ausgeſchloſſen iſt. An anderen Stellen hat man ſo mächtige Lager des Todtliegenden, daß ihre Tiefe noch gar nicht


