— 166—
nr. 20.
Ugb. B 56. Aaaa. Kornordnung.(begriffen durch Johann zum Jungen.) ca. 1500.
Der Ratt Ist vberkomen gemeinem Nutz ztugut vnnd domit der frembde man korn her Inn ztufuren geursacht werde wie es mit dem korn weisze habern gersten vnnd Erbeis vnnd andern fruchten so her In vnnd widder usz gefurt gehalten soll werden
Ztum Ersten das ein Iglicher burger ztu Franckenfurtt der frucht wachsende oder sunst hinder sich getzuget hatt, Wo er dasselbe korne oder frucht einem Frembden mit der Mynnige verkeuffen wolt das er das dem Ratt ztuuor an bitten soll Vnnd Nemlich so er 300 oder mehr achtel fruchte vf einmal verkeuffen wurde Wo dan der Ratt solch frucht wie ein frembder keuffen vnnd betzalen woltt soll dem Ratt fur einem frembden vergonnet werden
Item wo eynicher burger besunder ettwas frucht Inn sein husz ztu essen vnnd ztu gebruchen bedorffte Vnnd ztu einem kauff kome che dann der kauff geganngen beschlossen oder ztugesagt were Vnnd des mit gesonnel!) so solde der verkeuffer demselben burger so vil er mit seym gesinde vf ein Jare Inn seinem husz ztu essen bedorffte on- geuerlich Im selben kauff dauon lassen gedeyen vnnd werdenn also das er Ime auch alszbalde betzalunge thue
Item das ein Iglicher von frembden personen der korn alhie keuffen will oder wurde das alszdann derselbe keuffer von Iglichem Achtell so er keuffen wurde dem Ratt allhie 6 hl geben soll.
Es sal auch kein korn so hie vf dem margt oder sunst gekeufft wirtt ztu den porten hinusz gelassen werde es sey dan von lglichem achtel 6 heller den kisten herren vf der Rentkisten daùon gefallen Vnnd das sie dan des ein zteichen oder ein ztettel mit Ine an die pforte brenge sollen
Es sall auch von den furkeuffern der margt den gemeynen burgern nit versperret noch verhindertt werden dann Wan ein furkeuffer frucht vf dem margt keuffett Es sey korn weis habern oder alle andere frucht Ist dan das ein burger der sein In syme husz ztuessen vnnd tzugebruchen oder ein becker vf sein Finster ztubacken bedorffte ztukomet er dan die frucht vf des furkauffers husz bracht Ist Vnnd der frucht gesynnett So sall der furkeuffer demselben burger die frucht laissen werden vnnd folgen Im selben kauff nach Inhalt des Rats gesetze.
Item das auch cin Iglicher der korn gein Frannckenfurt furet vnnd doselbst vff schutten wurde vmb sicherheitt willen das man demselben solch sein korn widderumb ztu seiner notturfft fry usz lassen faren soll, vszgescheiden das er sein wegegeltt dauon gebe.
Weres aber das derselbe frembde solch sein korn ztuuor vnnd ehe er das korn hinusz gefurtt eynem frembden verkaufft hette, So soll es domit gehalten werden als ob es ein burger einem frembden verkaufft hette Also das er auch von Iglichen Achtell 6 hl. geben soll.
Item wan man korn vf Sm margt ztuuerkeuffen her In furet vnnd ein Zteitt lang vff dem margk heldett vnnd doch nit verkaufft mag
heiratete Tochter, die in Kost des Vaters war, ist trotzdem als selb- ständig gezählt. Es waren noch anwesend: 12 verheiratete Söhne, 7 verheiratete Töchter, 1 mal Tochter und Sohn verheiratet, 11 Mütter, 6 Väter, 1 Vater und Mutter, 1 Schwiegermutter und Tochter, 3 Söhne, 1 Witmann, 6 Witwen, zusammen 49 Posten, so daſs alles in allem 436+ 2+ 49= 487 Gesässe zu zählen wären inkl. der 3 Söhne, die nicht als verheiratet bezeichnet sind.


