Aufsatz 
Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Reichsstadt Frankfurt / von Friedrich Bothe
Entstehung
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VI Vorwort.

Einem Einwande, den man gegen die Anlage der Beil. nr. 15 c machen könnte, möchte ich begegnen, nämlich daſs ich die Tagelöhner mit unter die Handwerke gezählt habe. Zunächst kann ich anführen, dals damals auch Maurer, Zimmerleute u. a. als Tagelöhner bezeichnet worden sind. Sodann war es gar nicht meine Absicht, nur die Zünfte zusammenzustellen, sondern ich wollte alle, die in Handwerken mittätig waren, angeben. Dals unter den Tagelöhnern auch landwirtschaftliche Arbeiter gewesen sein können, gebe ich zu; jedoch glaube ich nicht, daſs es der Fall gewesen ist, wegen der zahlreichen anderen Bezeichnungen, die dafür gebraucht wurden(vgl. Urproduktion). Eine Anderung der Liste wäre aber am Platze gewesen, nämlich eine Neben- einanderstellung der verwandten Tätigkeiten(wie in nr. 17 u. 18).

Auch für andere Wissenszweige enthält, so hoffe ich, das Schriftchen manches Interessante, so für den Germanisten, (anderwerbe= anderwärts, anderweitig; überhaupt verkaufen = ohne Taxe, durch Ausbieten, dem Meistbietenden verkaufen; Bürgerstöchtern zur Veränderung= Verheiratung; sich be- statten= sich verheiraten).

Ich entledige mich noch der angenehmen Pflicht, dem Herrn Archivdirektor Dr. Jung für das Entgegenkommen zu danken, das er mir bei der Arbeit bewiesen hat. Es ist mir durch seine liebenswürdigen Mitteilungen über die Schätze des Archivs viel zeitraubendes Suchen erspart worden.

Ferner sage ich Herrn Direktor Dörr für das wohl- wollende Interesse, das er meinen Studien entgegengebracht hat, und meinen Kollegen, den Herren Dr. Krü ger, Detlefs, Petry und Zeiger, für die freundliche Hilfe beim Korrektur- lesen meinen herzlichen Dank.

Weihnachten 1905. Friedrich Bothe.