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Der dem ruhmvollen Andenken an den hochverdienten Vorsteher der alten Klosterschule Fulda's und Begründer des deutschen Schulwesens gewidmete festliche Tag wurde in diesem Jahre dadurch noch zu einem besonderen Freudentage für unsere Anstalt erhoben, dass Seine Bischöfliche Gnaden, der Hoch- würdigste Herr Bischof von Fulda, die Schulfeierlichkeit mit Seiner Gegenwart beehrte und den Leistungen der Schüler die freundlichste und nachsichtsvollste Aufmerksamkeit zu schenken die Gewogenheit hatte. Die Worte, mit welchen der Hochwürdigste Oberhirt unserer Diözese den Unterzeichneten der wohlwollendsten Theilnahme an dem ferneren Gedeihen der Anstalt versicherte, gereichten ihm zu besonders freudiger Aufmunterung, und er glaubt sich der zuversichtlichen Hoffnung hingeben zu dürfen, dass unsere Anstalt, welche im Laufe der Jahre so viele treue und würdige Diener der Kirche herangebildet hat und unter Gottes mächtigem Gnadenbeistande durch alle Zukunft nicht blos eine Ringschule geistiger Kräfte, sondern auch eine Pflanzstätte der Gottesfurcht und Sittlichkeit bleiben wird, sich auch für die Folge das ungeschwächte Vertrauen des hochverehrten geistlichen Oberhirten erhalten werde.
24. Am 23. Februar erlitt das Gymnasium einen neuen schmerzlichen Verlust durch den Tod des Untersecundaners Friedrich Hildenbrand, welcher seit Ostern 1849 Schüler der Anstalt gewesen war und, nachdem er noch am 17. Februar dem Unterrichte beigewohnt hatte, an dem erwähnten Tage zu Ram- holz im elterlichen Hause nachi schmerzlichem Leiden, welches er mit gottergebenem Sinne ertrug, an einer Zwerchfellentzündung zu einem besseren Leben entschlummerte. Der Verstorbene, welcher das zwan- zigste Lebensjahr beinahe vollendet hatte, war ein sehr fleissiger, wohlgesitteter Jüngling, der alle seine Schülerpflichten stets aufs gewissenhafteste erfüllt hatte und von Lehrern und Mitschülern aufs innigste betrauert wurde. Leider konnte das Gymnasium auch diesem theuern Verstorbenen zur letzten Ruhestätte nicht folgen; doch wurde zur Theilnahme an der am 26. Februar erfolgten Beerdigung mehreren Schülern der beiden oberen Classen Urlaub ertheilt, welche dem hingeschiedenen Freunde im Namen der übrigen Mitschüler diesen letzten Beweis der Liebe und Anhänglichkeit darbrachten. Er ruhe in Frieden!
25. Mit dem Schlusse des Schuljahres wird der Gymnasiallehramtscandidat Wilhelm Kellner aus Rotenburg, der den vorgeschriebenen einjährigen Vorbereitungsdienst an dem Gymnasium abgehalten und zu seiner didaktisch-pädagogischen Ausbildung sich während des abgelaufenen Schuljahrs an dem französi- schen und geschichtlichen Unterrichte des Gymnasiallehrers Bormann in der Tertia und an dem geo- graphischen Unterrichte des Gymnasialhülfslehrers Gegenbaur in der OQuarta betheiligt hat, unsere An- stalt verlassen und zunächst eine ihm an der Bender'schen Erziehungsanstalt in Weinheim angebotene Lehrerstelle antreten. Der genannte Candidat hat sich durch die in Verhinderungsfällen einzelner Lehrer von ihm außs bereitwilligste geleistete Aushilfe Ansprüche auf den Dank der Anstalt erworben.
C. Statistische Verhältnisse. 1I. Frequenz des Gymnasiums.
Bei'm Beginne des Schuljahrs betrug die Zahl der Schüler 188, von welchen 24 der Prima(9 der Oberprima, 15 der Unterprima), 30 der Secunda(10 der Obersecunda, 20 der Untersecunda), 43 der Tertia(16 der Obertertia, 27 der Untertertia), 26 der Quarta, 34 der Quinta und 31 der Sexta angehör-


