Aufsatz 
Über Platons Beweise für die Unsterblichkeit der Seele / von A. Bölke
Entstehung
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F. Stipendien und Anterſtützungen.

Abgeſehen von den Söhnen der Lehrer oder ſonſtiger Beamten der Anſtalt ꝛc. wurde 20 dürftigen Schülern durch die Verwaltungskommiſſion das Schulgeld ganz oder theilweiſe erlaſſen.

Das Staatsſtipendium im Betrage von 43 Thlrn. wurde dem Unterprimaner Valent. Knips, dem Oberſekundaner Joh. Schäfer und dem Obertertianer Herm. Rüger zu reſp. 20, 12 und 11 Thlrn. verliehen; das Haberſack'ſche Stipendium zu 24 Fl. erhielt der Quintaner Auguſt Rathmann; in das Weh⸗ ner'ſche von dem gleichen Betrage theilten ſich die Quartaner Mart. Groll und Konr. Steinhauer; von dem Och' ſchen Stipendium(96 Fl.) wurden der Unterſekundaner Karl Lomp und der Obertertianer Karl Hollidt mit je 20, der Oberſekundaner Joh. Gaßmann mit 14, der Primaner Paul Schuchert mit 12, der Untertertianer Aug. Huhn ſowie die Quintaner Ant. Giez und Liborius Will mit je 10 Fl. bedacht; das Moſer'ſche Stipendium(14 Fl.) wurde dem Obertertianer Franz Schreiner, das Schmitt'ſche endlich (40 Fl.) dem Primaner Kasp. Leibold mit 30 und dem Sextaner Bern. Wieſer mit 10 Fl. verliehen.

Die von den Herren Domdechant Hohmann, Rentmeiſter Kriſch und Hofapotheker Rullmann zum Beſten dürftiger und würdiger Schüler des Gymnaſiums auch im verfloſſenen Jahre wieder veranlaßte Samm⸗ lung ergab einen Ertrag von 135 Fl. 4 Kr. Davon wurden 105 Fl. zur Unterſtützung von 5 Schülern alsbald verwendet. Ein Primaner erhielt 45, ein anderer 18 Fl.; 2 Tertianer und(unter Berückſichtigung beſonderer Umſtände) ein Sextaner wurden mit je 15 Fl. bedacht. Der Reſt ſowie die Zinſen der Aktiv⸗ ausſtände wurden zum Kapitalfonds der im J. 1852 gegründeten ſog.Wohlthäterſtiftung für dürftige

und würdige Schüler des Gymnaſiums zu Fulda hinzugefügt. Letzterer iſt dadurch von 1142 Fl. 28 Kr. 1 Hlr. auf 1262 Fl. 35 Kr. geſtiegen, wovon 1225 Fl. bei der Hauptſtaatskaſſe zu 4 Proc. und 37 Fl. 35 Kr. bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe zu 3 ½ Proc. verzinslich angelegt ſind. Das verehrliche Comité hat ſich an Stelle des verſtorbenen Herrn Medizinalrath Dr. Wiegand nunmehr den Herrn Kreisphyſikus Dr. Menz kooptirt, welcher ſchon ſeither dem Liebeswerke ein lebhaftes Intereſſe gewidmet hat. Mögen die ſeitherigen Gönner und Freunde auch in Zukunft der ſchönen Stiftung ihre thätige Antheilnahme bewahren und auch andere mildthätige Herzen dafür gewinnen helfen! Denn einestheils iſt die Stiftung noch nicht zu der Höhe gediehen, daß die Zinſen allein den ſeitherigen Unterſtütz⸗ ungsbetrag ergäben, und anderntheils muß noch mancher bedürftige und würdige Schüler der wünſchens⸗ werthen Beihülfe entbehren, weil es an den dazu nöthigen Mitteln mangelt.

Außerdem wurden den bedürftigen Zöglingen auch noch anderweitig durch Freitiſche u. ſ. w. viel⸗ fache Unterſtützungen von Seiten wohlthätiger Bürger zu Theil, wofür ich dieſen im Namen der Anſtalt den herzlichſten Dank ausſpreche. Gott aber möge alle dieſe Wohlthaten ſegnen und vergelten!