Aufsatz 
Die Chinesen auf den Philippinen. Eine historische Skizze
Entstehung
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Miguel de Loarca und dem Alguacilmayor der Stadt Cebü Pedro Sarmiento bestehen. Zugleich sollten die beiden Augustiner Fray Martin de Rada und Fr. Gerönimo Marin mitgehen, um als Missionäre in China zu verbleiben. ¹⁵)

Die Instructionen, welche der Gobernador dieser Gesandtschaft auf den Weg mitgab, sind sehr interessant. Sie sollten vor allem dem Vicekönig von Fokien erklären, dass die Spanier von dem Wunsche beseelt wären, in ewiger Freundschaft mit dem chinesischen Reiche zu leben und den Verkehr zwischen beiden Völkern nie zu unterbrechen, sondern auf alle Weise zu heben. Die Gesandtschaft sollte weiter bitten, Missionäre ins Reich einzulassen ⁴⁴), vor allem aber sollte sie von der chinesischen Regierung die Abtretung eines Hafens er- wirken, von wo aus die Spanier, wie die Portugiesen von Macao, aus ungestört, mit China Handel treiben könnten). Die Gesandten sollten sich weiter um die Sitten und Gebräuche der Chinesen bekümmern, vor allem aber sollten sie darauf achten, welche Waaren für einen Handelsverkehr zwischen den Philippinen und China besonders bemerkenswert wäüren und zwar nicht nur auf die chinesischen Producte, sondern auch auf jene Producte und Industrieerzeugnisse Spaniens und seiner Colonien, welche in China einen guten Absatz zu versprechen schienen. Mit einer solchen Umsicht fertigte Labezares die Instructionen seiner Gesandten am 12. Juni 1575 aus.

Diese Gesandtschaft kehrte im October 1575 nach Manila zurück, wo unterdessen der Doctor Sande an Stelle des Labezares Gobernador geworden war. Sie kamen mit freundlichen Depeschen vom Vicekönig von Fokien, doch wurde in denselben der Abtretung eines Hafens nicht mit einem Sterbens- wörtchen gedacht, auch hatten die Missionäre China mit der Gesandtschaft verlassen müssen. Die spanische Ambassade wurde von drei Kriegscapitänen begleitet, welche gekommen waren, um den Limahon nach China gefesselt zu bringen ⁴⁶). Diese chinesischen Officiere brachten reiche Geschenke mit, welche der Vicekönig dem Labezares schickte. Da nun Labezares nicht mehr Gobernador war, so beanspruchte der sehr gelehrte aber auch sehr eitle Dr. Sande die Präsente, die Chinesen erklärten jedoch, sie könnten selbe nach ihren Voll- machten nur dem Labezares übergeben, was auch geschah. Die kleinliche Eitelkeit Sandes wurde durch diesen Vorfall um so mehr verletzt, als auch Salcedo vom Vicekönige reiche und kostbare Geschenke erhielt und er also allein leer ausgieng. Die Folge davon war, dass Sande von diesem Tage an eine Voreingenommenheit gegen die Chinesen an den Tag legte, die ihn auf die Interessen der spanischen Krone gänzlich vergessen liess. Obwol Sande von den meisten Quellenschriftstellern als ein tüchtiger Gobernador bezeichnet wird, so kann ich mich deren Meinung nicht anschliessen. Zeit und Raum gestatten es mir zwar nicht auf eine Kritik seiner gesammten Regierungs- massregeln mich einzulassen, aber seine Politik gegen China ist eine erbärmliche, ein Cretin hätte dieselben Anordnungen treffen können, wie der hochgelahrte Doctor Sande.

Im April 1576 langte eine chinesische Kriegsdschunke in Manila an, welche einen Brief des Vicekönigs von Fokien brachte, in welchem ⁴⁷) den Spaniern eröffnet wurde, dass der Kaiser alle spanischen Briefe(des Labezares) gelesen

43) Fray Gaspar pag. 304 f., Mozo pag. 153.

) An diesen Paragraph der Instruction wird sich wol niemand stossen, nachdem Stanley in unseren Tagen den schwarzen Königen Afrikas Vorlesungen über christliche Dogmen gehalten.

45)... un puerto donde seguramente puedan entrar y salir nuestros navios de mercancias, como le tienen los Portugueses.(ray Gaspar pag. 305.)

4) Sie erfuhren aber schon nicht weit von der chinesischen Küste das glückliche Entweichen Limahons.

4⁷) Ausser den Nachrichten, über Limahon, der sich nach Siam geflüchtet hatte.

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