Aufsatz 
Studien und Kritiken zur lateinischen Syntax : 2. Teil
Entstehung
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Der Konjunktiv des Präsens im Bedingungssatze.

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Unter diesem Titel hatte ich im 9. Bande des Archivs für lateinische Lexikographie und Grammatik S. 17 ff. einen Aufsatz veröffentlicht, an dessen Schluss ich das Ergebnis der Untersuchung mit folgenden Worten bezeichnete:Unsere Unter- suchung hat hoffentlich gezeigt... dass die Form si sit-sit allmählich verschwunden ist und in der Sprache des Volks viel- leicht schon in klassischer Zeit im Aussterben begriffen war, während die Formen si sit-est und si sit-erit bis ins 6. Jahrhundert hinein sich einer grossen Beliebtheit erfreuten. Die Gültigkeit dieses Ergebnisses und der Statistik. auf welcher es beruht, ist nun von J. Lebreton in seinem gediegenen Werke: Etudes sur la langue et la grammaire de Cicéron, Paris 1901, in einem besonderen Abschnitt S. 349 ff. auf Grund eingehender Forschung in ciceronianischem Sprachgebrauch be- stritten worden. Auf die Berichtigungen im einzelnen, die zum Teil berechtigt sind, brauche ich umsoweniger einzugehen, als das Gesamtergebnis dadurch nicht beeinträchtigt wird, und als ich selbst auf die im einzelnen mangelnde Vollständigkeit oder Genauigkeit der Citate in dem erwähnten Aufsatze hingewiesen hatte.

Der Haupteinwand Lebretons richtet sich gegen meine Auf- fassung des sogenannten Konjunktivs der allgemeinen Person in Sätzen wie Cic. Cat. M. 21 at memoria minuitur. eredo, nisi eam exerceas. Die von Madvig ausgegangene Auffassung, der Konjunktiv der 2. P. Sing. sei zur Bezeichnung des unbestimmten Subjekts gesetzt, hatte ich a. a. O. S. 19 im Anschluss an Em. Hoffmann, Das Modusgesetz im Zeitsatze S. 27 ff., be-

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