— 43—
des Sachverhalts und machen, wie sie der Ausdruck mangelnden Vertrauens sind, die für die Schule unerlässliche Verständigung mit dem elterlichen Hause unmöglich.
7) Königliches Provinzial-Schulkollegium weist die Direktion in einer Circular-Verfügung vom 5. November an, dafür Sorge zu tragen, dass am Schlusse des Schulgottesdienstes zu demselben nicht ge- hörige oder gar demonstrative Gebetseinlagen nicht stattfinden.
8) Reskript des Provinzial-Schulkollegiums d. d. 14. Dezember pr., in welchem darauf aufmerksam gemacht wird, dass für die Folge bei Ausstellung der Zeugnisse über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Militairdienst nicht mehr nach den Bestimmungen der Militair-Ersatz-Instruction vom 26. März 1868, sondern nach dem in der deutschen Wehrordnung vorgeschriebenen Schema zu ver- fahren ist.
V. Statistische Notizen.
5—
Zum Beginne des Schuljahres zählte das Gymnasium 361 Schüler, zu denen im Laufe desselben noch 20 hinzukamen, so dass die Gesammtfrequenz sich auf 381 beläuft. Dagegen traten während des Schuljahres 58 Schüler aus, davon die meisten im Herbste v. J. nach Errichtung der Sexta und Quinta am Realgymnasium. Demnach verbleiben dem Gymnasium noch 323 Schüler. Was die Heimat der Schüler anlangt, so waren 59 Knaben(d. i. 16 Prozent der Gesammtzahl) auswärtige, 322(d. i. 84 Prozent) einheimische. Von den letzteren sind jedoch nur 116(36 Prozent) in Wiesbaden geboren, die übrigen 206 (64 Prozent) sind auswärts geboren, gehören aber Familien an, die sich in den letzten Jahren in hiesiger Stadt angesiedelt haben, eine Thatsache, die ein interessantes Streiflicht auf den Grad und die Art der Bevölkerungszunahme Wiesbadens wirft.
Der Klasse nach sassen: in Ia 12, in Ib 24, in IIa 23, in IIb 19, in IIIa 24, in IIIb 32, in IV 61, in V 75, in VI 111 Schüler. Rücksichtlich der konfessionellen Verhältnisse waren: 294 Schüler evangelisch, 61 katholisch, 5 alt-katholisch, 2 griechisch-katholisch, 2 deutsch-katholisch, 3 lutherisch, 3 anglikanisch, 1 mennonitisch, 1 unitarisch, 9 israelitisch.
VI. Verzeichniss der Schüler.
Diejenigen Schüler, vor deren Namen ein † steht, sind im Laufe des Schuljahres aus dem Gymnasium ausge- treten. Ein* hinter dem Geburtsort bedeutet, dass die Eltern des Schülers jetzt in Wiesbaden wohnen.
Prima. 7. Oppermann, Karl, aus Wied-Selters. rim 8. Puſch, Paul, aus Wiesbaden. A. 19 Slumm. Idol adf Höchst.* . l. Stöckicht eodor, aus Herborn. Tl. Dom baeh. Pmin. aus Grenzhausen, Unterwester- 11. Waas, Bruno, aus Eunndinnen 2 2. Domb oreiea dolf, aus Hadamar. 12. Werle, Wilhelm, aus Cuxhafen.* 3. Frickhöffer Karl, aus Idstein. B 4. Fuchs, Wülhelm, aus St. Johann.* 1 5. von Ibell, Rudolf, aus Ems.* †18. Assmann, Karh aus Trier.* 6. Linck, Ludwig, aus St. Goar.* 14. Bieling, Franz, aus Wissen a. d. Sieg.*
6*


