4. Für das Wohl der Schüler in erziehlicher wie in unterrichtlicher Hinſicht iſt das Zuſam— menwirken von Schule und Haus von größter Wichtigkeit. Aus dieſem Grunde iſt es notwendig, daß die Eltern mit den Lehrern öfters Rückſprache nehmen. Damit dies den Eltern erleichtert werde, hat jeder Lehrer Ort, Tag und Stunde angegeben, an dem er wöchentlich Beſuche erwartet. Dieſe Anga— ben ſind im Hausflur des Schulgebäudes und in dem Klaſſenzimmer angeſchlagen; es ſind alſo alle Schüler ſtets ohne weiteres imſtande ihren Eltern auf Wunſch Auskunft zu geben. Selbſtverſtänd— lich iſt jeder Lehrer nach vorausgegangener Verſtändigung auch außerhalb dieſer Sprechſtunden zu Beſprechungen bereit. Dieſe Einrichtung, welche nun ſchon über 2 Jahre beſteht, iſt leider auch in die— ſem Jahre von den Eltern außerordentlich wenig oder zu ſpät benutzt worden. Möge dieſer erneute Hinweis den erhofften Erfolg haben!
5. Zum Schluſſe richte ich an die Eltern unſerer jüngeren Schüler die dringende Bitte, mit dahin zu wirken, daß dieſe ihre Schulbücher und Hefte im Ranzen auf dem Rücken, ſtatt loſe unter dem Arm, tragen. Die geſundheitlichen Vorteile des Ranzentragens leuchten ohne weiteres ein. Aber auch die Bücher und Hefte werden dadurch ſauberer gehalten, worauf die Schule mit größtem Nachdruck ſehen muß.
Fulda, den 4. April 1905. Der Oberrealſchuldirektor:
IIlackens.


