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5. Rechnen. 4 St. Uebungen nach Hentschel, Heſt 1, Abthl. 2, Uebungen 2 und 6, Kopfrechnen. Candidat Campe.
6. Schreiben. 3 St. Candidat Campe. 7. Zeichnen. 1 St. Maler Naum ann.
u r n,e y.
Die Turnübungen, an denen auch die Schüler der Bürgerschule Theil nahmen, wurden im Sommer auf dem gemeinschaftlichen Turnplatz Dienstag und Freitag von 5—7 Uhr abgehalten. Im Winter fanden freie Uebungen nach der Ling-Rothsteinschen Methode in den Räumen des Gymnasiums und Uebungen am Schwingel, Reck und Barren in einem Priyvatlocale statt unter Leitung des Gymnasial-Oberlehrers Dr. Gloël und des Lehrers an der Stadtschule Glass.
Singen.
Der Gesang-Unterricht wurde in 2 wöchentlichen Stunden und in 2 Abtheilungen von dem Musik- Director Engel ertheilt.
Themata für die deutschen und lateinischen Aufsätze in den beiden oberen Classen.
a) Prima. Deutsch.
1. Charakteristik Ciceros und seines Bruders Quintus aus seinen Briefen ad Att. I, 17 und ad Qu. fr. 1, 1.
2. Wie lässt sich Göthes deutsche Gesinnung aus: Hermann und Dorothea nachweisen?
3. Bestimmung des Begriffs Ehre.
4. Brief an die Hanauer Gymnasiasten(Antwort auf ihren Aufruf zur Betheiligung an einem Denk- male für Schiller).
5. Wen lieben wir mehr, Achilles oder Hektor?
6. Bestimmung des Begriffs Begeisterung.
7. Nach Freiheit strebt der Mann, das Weib nach Sitte.
8. Warum spricht uns die deutsche Heldensage trotz der geringeren Kunst der Darstellung im Grossen und Ganzen mehr an, als die Griechische?
9. Ueber den Sinn des alten Spruchs: Wen die Götter lieben, der stirbt früh.
Latein. I. Epistola ad amicum de solemnitate qua sodales gymnasium relinquentes dimissi sunt. 2. Quo iure Horatius mediocritatem auream dixerit. 3. Quam vere dixerit Goethius, ingenii facultates otii tranquillitate excoli, animi virtutem rerum civilium fluctibus conformari, exponatur. 4. Oratio in Schilleri ante hos centum annos nati memoriam.. 5. Pacis est comes otiique socia et iam bene constitutae civitatis quasi alumna quaedam eloquentia.


