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unter denselben, giebt seiner Rede den Character der Einförmigkeit und nimmt ihr das Mark ²³⁸). Bei der Verbindung der Perioden ist dagegen die Anreihung vorherrschend, die nicht selten bis zur Ermüdung fortgesetzt wird. Dazu kommt, dass seine Perioden durch Vermei- dung des Hiatus, der harten Widerstösse an den Gränzen der Wörter, der rauh klingen- den Consonantenverbindungen geglättet, geräuschlos wie Oel dahinfliessen ²*). Mit besonderer Sorgfalt wird das Schlussglied behandelt, um durch wohltönenden, abrundenden Fall der Silben den Kreis der Periode zu vollenden ³³). Wenn man daneben sich erinnert der Dehnung der Glieder zur Hervorbringung der Symmetrie, der Isokola, Hemocoteleuta etc., lauter Dinge, die vom Ge- danken ab und auf die Form lenken, so begreift man, warum ihm das raϑοg abgesprochen wird, das durch äusserlichen Schmuck zu Grunde geht. Die gesunde Kraft fehlt, die für den gerichtlichen Kampf nothwendig ist, die Schaurede allein erträgt eine solche Periodirung. ³1¹). Wenn man von da aus einen Blick auf die übrigen Stilarten wirft, so steht der ununter- brochenen Periodirung gegenüber die Unterbrechung durch kurze, einfache Sätze, die nach dem Ausdruck des Dionysius, Isokrates nur wie zufällig hier und da entschlüpfen; zu seiner Glätte und engen Fugung bilden die natürliche Zwanglosigkeit des Lysias und die herbe Rauh- heit des Thucydides Wechselbegriffe, zu seiner Einförmigkeit der ungesuchte Wechsel auf der einen und der Reichthum kräftiger Wendungen auf der andern Seite, zu der Dehnung die runde Kürze
28) Longin. subl. 21. T0⁰⁸ rods Gοαννισςσνςσ, el εleds, 609 roεοεσν T0x⁶εοι *α εαοm, r05 rAοι τ συσννεκειιωασκιαμέωννσ να ἀεοοσννμενον, 8d 109 GH‿ν‿ 64¼ℛ⁹‿ εμοιμασφ⁵α— sie deιεναα νεέωντον τεν τοοσεσπτet zud 5ϑνς Ʒεα εοσπαt. Ueber die Einförmigkeit cf. Dion. Hal. comp. vbb. 19.
²⁰) Dion. I. I. 23. r*ν Ʒτ¶ mάν̈οeο κα dνϑνἀ συνϑέσεας, fur die Isokrates Beispiel ist. De’ adm. vi. Dem. c. 18 ℳ₰. d ε σ ³ αά d⁴αᷣχαα να dςσρσεο Mον dνυνηνdο
ri dxoοννς Oeοναςσ ϑέανάηιν να τοι νάα ⁴νννν ενντιοσσ τνν dxoονv.
30⁰) Dion. l. l.— Ein kurzes Schlussglied, überhaupt ein kurzes Periodenglied unsymmetrisch mit den andern verbunden, gewinnt einen besonders markirenden, Ton, z. B. Dem. Cor, 122.*εᷣ α ς J- 16 vl àοντα νομέεινν oςμρμμε εs dαμemςμν Ʒ Gσeο α τ έννεσπαοσεςσειν ο⸗ 5 α.— Ebenso, wenn über den rhythmischen Schluss hinaus ein Zusatz gemacht wird, x. B. Dem. ib. 12. 105», εν τ mεαην*⁷πιοσιιmεκ⁵ τυ girεα ταeν eονναέ̈ουν εέινμέ οαeσά d-²εε] odæ brt vſ&νᷣ dxανν αμςεασ Xαέαενρν,⁷ ν°&1§. Dies scheint Dion. de adm. vi Dem. 43 unter uακαοουο eOlο⁴ο und dαεας Otα zu, verstehen.„76„ 6⁸ r0⁴⁴ς‿ν α ἀeν e&lασεων ειυυιιαρνρσοι να rοꝓφꝓ&ιννσ 60eOo r 1 νοννOt ³ν νecl re xœl εεν&μμιενασι ααάσ oðν ouoœα ταςο εαeς εοταας.
31) Dion. I. I.— Hermog. de id. 1, 3 p. 108 eine bezeichnende Stelle über den äusserlichen Schmuck der Rede. SCε ιυνα§ιν ε⁴e Hρσαςασς ενιοmσάe ⁴ν dν³‿αυν τπαα⁴νις ν 2 ½eꝓμ olo 6‿αοσ τι ꝓειανεlεεκνοο εεμ εανν*Qονμια⁴αοανπιιιας mμόν νααάν τ τον ναα‿οναι τυυς roν&ν à◻ ⅜eᷣedοσασν dνοωαα νœαd τοοσνι ο⁷ο τα Tooxodze vra.— veber die oxyν- uœτιισσ⁴ο⁶ der Jsorrat. Rede, die auf den Gesetzen der Symmetrie beruhen, bedarf es keiner Anfüh- rung von Stellen, sowenig wie über den Hiatus.


