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muth gleich ungelehrig. Dem da behagen die Po⸗ käle und alter Maſſiker beim Schmauſe bis zum ſpaͤten langen Abend, bald auf der gruͤnen Streue unter einem Baume, bald an der ſanften Quelle eines heilgen Waſſers. Und o wie viele ziehen
nicht mit Luſt dem Lager nach, dem ſchwirrenden Getoͤſe der Hoͤrner und Trompeten; dem Muͤttern ſo geſcheuten Kriege! Der Wildſchüz üͤbernachtet
im Freien unter ſeinem kalten Himmel, der Zärt⸗ lichkeit und ſeines Weibes nicht eingedenk, ſo bald die lieben treuen Hunde die Spur von einer Hindinn wittern, oder ſo bald im Marſerwalde ein ſtarker
Eber durch die Lappen bricht. Und ich?— O hab
ich nur einmal den Epheukranz errungen, dann wind' ich ihn um meine Saͤngerſtirne und miſch mich unters Goͤtterchor im Himmel. Izt, izt ſchon ſondert mich vom groſen Haufen ein kühler Hein beim raſchen Reihen der Nymphen und Satyre, wenn nur Euterpe nicht die Floͤte hemmt, wenn Polyhymnie nur immer meine Laute ſtimmen will. Und zaͤhlſt du mich, Maͤcen, den Liederdichtern bei, dann heb' ich meinen Scheitel hoch empor, und ſtos' im Schwunge an die Sterne.
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