Erſte Vorleſung uͤber die Latinitaͤt und ihren Sinn in dem Ein⸗ gange der Aeneis.
V. I1.
Ann,— Krieg. Arma bezeichnen in der ab⸗ ſoluten Stellung nicht nothwendig Werkzeuge der Kunſt, oder Handthierung, wie unter andern Se⸗ grais behauptet hat. Vom Ennius ſchreibt Ho⸗ raz: Ipſe pater nunquam niſi potus ad arma pro- ſiluit dicenda. Epiſt. 1, 19, 7. oder vom Al⸗ kaͤus: Qui ferox bello tamen inter arma Liberum & Muſas canebat. Karm. I, 32, 6. Lukan ſezt ſie auch ausdruͤklich dem Frieden entgegen: Pecto- re curas expulit armorum, pacique intentus age- bat, quoquo modo vanos populi conciret amo- res. 3, 53. Oder dachte nicht Silius an die er⸗ ſten Worte der Aeneis, wenn er ſeine Punika alſo anfängt: Ordior arma, quibus cœlo ſe gloria tol- lit Eneadum, patiturque ferox Oenotria iura Carthago. Uebrigens leugne ich nicht, daß Ar- ma auch unter beſtimmten Beiwoͤrtern den Krieg bedeuten. Buͤrgerkriege heiſſen beim Virgil: diſ- cordia arma und beim Lukan geradezu ciuilia, oder auch ſcelerata arma. Multum Roma tamen de- bet ciuilibus armis. Lukan. 1, 44. vergl. Virgil.
Georg. 2, 459. Ob die drAbe der Griechen in die⸗ A 4 ſem


